<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264</id><updated>2011-07-31T01:19:46.344+02:00</updated><category term='Schein'/><category term='Bad Lieutenant - Never Cry Another Tear'/><category term='Balkanbeats - A Night In Berlin'/><category term='Fleur Earth - Es Entstehen Wesen'/><category term='Interviews'/><category term='Le Pop 5 - Les Chansons De La Nouvelle Scène Francaise'/><category term='Artikel'/><category term='RotFront'/><category term='Editors - In This Light And On This Evening'/><category term='Mio Myo'/><category term='Matisyahu - Light'/><category term='Robert Soko'/><category term='rezensionen'/><category term='Beyond Istanbul Vol. 2 (Compiled by Ipek Ipekçioglu) - Urban Sounds Of Turkey'/><category term='Emilie Autumn'/><category term='Ghana Special - Modern Highlife Afro-Sounds Ghanaian Blues 1961-1981'/><category term='Konzerte'/><title type='text'>inpopnito</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>35</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-585567404960431564</id><published>2010-06-21T19:45:00.021+02:00</published><updated>2010-06-22T23:08:01.943+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Robert Soko'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interviews'/><title type='text'>DJ Robert Soko</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/TCElA1TgWGI/AAAAAAAAACA/Ls7-XOsjqwU/s1600/soko_klein.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 222px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/TCElA1TgWGI/AAAAAAAAACA/Ls7-XOsjqwU/s320/soko_klein.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5485706517353093218" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class="content"&gt;Wenn heiße Brassbands in schrägen Rhythmen tröten, orientalische Klänge und Klezmersounds ertönen und sich das alles auch noch mit Elektro, Ska, Pop und Rock mischt, dann entsteht „BalkanBeats“. Vor ein paar Jahren noch Krisenherd, doch heute gilt der Balkan als exotisch und sexy. Gemeinsam mit DJ Robert Soko traf ich mich im Kreuzberger Café Atlantic und wir plauderten über die Entstehung der Partys und die Musik, die sie auszeichnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;&lt;span class="frage"&gt;Inpopnito: Du bist Anfang der 90er nach Berlin gekommen, was hat dich dazu gebracht hier Musik aus deinem Heimatland aufzulegen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Robert Soko:&lt;/strong&gt; Ich bin mit dieser Musik aufgewachsen und als ich 19 war habe ich das Land verlassen. Diese Musik ist ein Teil meiner Biografie, meiner Mentalität. Und als ich nach Berlin kam, traf ich meine Landsleute. Immer mehr von ihnen kamen nach dem Krieg nach Berlin und Musik ist eine Sache, die verbindet. So kam ich auf die Idee solche Musik aufzulegen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Deine Balkanpartys hießen nicht immer BalkanBeats, wie hießen sie früher?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;Zwischen 1993 und 2000 gab es keinen richtigen Namen dafür und da habe ich den Begriff „Culture Recycling“ benutzt. Die ganze Sache ging los mit den alten jugoslawischen Feiertagen, die keiner mehr feiern wollte. Irgendwie kam das gut an bei den anderen Jugos und auch bei den Deutschen. In Kreuzberg, im Arcanoa ging das los. Ich war eigentlich Taxifahrer zu der Zeit und dann kam ich auf die Idee, weil ich gesehen habe, dass viele Leute im Arcanoa ihre Musik auflegten. Jeden Abend etwas anders, sei es Gothic, Discotrash, Heavy Metal, usw. Und da hab ich gefragt, ob ich mitmachen kann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Und warum ausgerechnet BalkanBeats?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;Das Arcanoa wurde geschlossen und am 25. Mai 2000 haben wir eine Party im damaligen Verein der Visionäre veranstaltet. Da kamen ca. 500 Leute zusammen, also es war rappel voll. Und das war für mich ein Zeichen dafür, dass da eventuell mehr draus zu machen ist. Und dann dachte ich jetzt brauchen wir einen Namen für das Baby. Als Taxifahrer habe ich immer bei Radio EINS eine Sendung gehört, die heißt Elektrobeats. Und in Anlehnung daran dachte ich an BalkanBeats.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Aber schon der Begriff „Balkan“ an sich ist ziemlich schwammig oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;Der Begriff Balkan schützt mich. Er ist nicht politisch relevant, es ist auf jeden Fall eine Region wo ich herkomme und es ist quasi ein gemeinsamer Nenner. Wenn ich jetzt Jugobeats sage, dann laste ich mir gleich den politischen Quatsch auf. Ich wollte damit nichts zu tun haben. Kroatenbeats das war mir auch ein bisschen zu geschmacklos. Deswegen fand ich den Begriff BalkanBeats sehr passend, weil er beschreibt woher ich komme und woher die Musik kommt. Der Begriff ist relativ breit, weil die Musik, die ich präsentiere nicht nur aus Jugoslawien, sondern aus dem ganzen Balkan und auch darüber hinaus kommt. Und irgendwie ist das gut angekommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Früher lief eher Ska und Punk auf deinen Partys. Was hat dich dazu veranlasst die Ethno-Schiene zu fahren?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;Ich habe natürlich am Anfang das aufgelegt, was ich als Teenager in Jugoslawien gehört habe. Erstmal habe ich Rockmusik und auch die Pophits aufgelegt, die ein bisschen einen nostalgischen Touch hatten, weil das immer gut zum Tanzen war. Und das mit der Ethno-Sache das kam so ca. 1996/97 ins Spiel und zwar durch die ersten Platten von Goran Bregović, Fanfare Ciocărlia und durch die Filme von Emir Kusturica. Das waren so die Pioniere dieser Sounds. Das habe ich dann immer wieder stichprobenartig rein geschmissen in das Repertoire. Und was ich gesehen habe war sehr positiv. Die Leute mochten es und tanzten sogar wilder dazu als zur Rockmusik. Ein sehr interessanter Aspekt für mich war, dass die „Nicht-Jugos“ das auch mochten. Die kamen damit sogar besser klar als mit unserer Rockmukke. Ich war froh darüber, dass „Westeuropäer“ diese Balkanmusik auch mögen und dazu tanzen. Das fand ich schon revolutionär zu dieser Zeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Auf deinen CDs sind auch Bands aus USA und anderen Nicht-Balkanländern drauf. Entsprechen sie musikalisch dem, was du dir unter Balkan vorstellst?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;Ja, das was die da spielen sollte schon einen südosteuropäischen Hintergrund haben oder einen osteuropäischen. Ich finde es interessant, dass man heutzutage Musiker aus der ganzen Welt hat, die sich mit dem Thema Balkanmusik beschäftigen und genau das wollte ich in meinen Selektionen auch widerspiegeln. Ein Beispiel ist der letzte Track von der CD „A night in Berlin“. Ich war im vorigen Jahr in Südafrika und was ich da gesehen habe, fand ich wirklich einmalig. Eine schwarzafrikanische Band spielt Songs aus Jugoslawien. Und da habe ich so einen Track drauf gepackt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Wie erklärst du dir den Durchbruch von Balkan-Beats in Europa?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;Also erstmal ist diese Musik sehr tanzbar. Frauen bevorzugen das, Männer auch, aber Frauen sind irgendwie mehr scharf auf diese Welle. Wenn Frauen hingehen, dann sind Männer auch da. Es entsteht eine sexy Aura und eine schöne Stimmung. &lt;br /&gt;Westeuropäer brauchen glaube ich wieder etwas Neues, weil Musikrichtungen wie Techno, Elektro, Punkrock, Jazz, Rock etc ein bisschen uninteressant geworden sind, weil die jahrzehntelang schon etablierte sind. Das ganze hat auch einen politischen Hintergrund. Jugoslawien war nach dem Krieg in den 90ern sehr negativ präsent in den europäischen Medien. Wenn eine Sache negativ ist und dann auf einmal kommt was Schönes, dann ist das umso interessanter. Aha, die fressen doch keine kleinen Kinder, sondern können auch schön und sexy sei. Das ist glaube ich auch einer der Gründe. Aber wie gesagt, das Wichtigste ist die Tanzbarkeit und das, was sich widerspiegelt in dieser Musik und das ist Glück und Unglück in einem zu verkörpern.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Wie kommst du an die Musik ran, die du auflegst?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;Es ist nicht so, dass ich irgendwo hingehe und mir die CDs kaufe so wie früher. Das ist vorbei. Dank dem Internet ist das heute so, dass man das meistens zugeschickt bekommt. Ich bekomme jede Woche was Neues, ob es jetzt tauglich ist oder nicht ist eine andere Sache. Ich höre mir das an und wenn ich denke, dass könnte hinhauen, dann präsentiere ich das im Club und wenn das Publikum dann damit einverstanden ist, dann haben wir es.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Was bedeutet dir persönlich die Musik, die du auflegst?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;Die Musik ist ein Teil meiner Identität und da fühle ich mich ein bisschen wie zu Hause. Und ich muss aber auch zugeben, für mich ist das auch zu einem Geschäft geworden. Wenn ich Musik hören will, um mich zu entspannen, dann höre ich was ganz anderes. Aber ich höre das immer wieder, weil ich das hören muss, bis es dann irgendwann in meinem Traum sitzt, damit ich in der Lage bin ein guter DJ zu sein. Manchmal, wenn ich einen neuen Track bekomme den ich gut finde, dann spiele ich das Ding im Loop zwei, drei Tage lang. Bis ich dann wirklich so tief drin liege, dass ich dieses Talent habe im richtigen Moment den auf den Dancefloor zu schmeißen. Das ist die Kunst eines Selektor DJs.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Und wie kommt die Musik in Ex-Jugoslawien an?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;Das kommt da nicht so gut an. Das ist eine Philosophie für sich. Die Jugos selbst können damit noch nicht viel anfangen, weil bei uns da hörst du entweder westeuropäisch orientierte Musik, d.h. Pop, Rock usw. oder Volksmusik. BalkanBeats ist grob gesagt irgendwas dazwischen. Und deswegen ist es für die einen in Ex-Jugoslawien entweder zu folkig oder wieder zu modern. Die Jugos, die hier sind, die kommen damit super klar und wenn ich es in den Ex-Jugoländern mache, dann ist das eine andere Atmosphäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Interview führte Viktoria De&amp;szlig;auer.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-585567404960431564?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/585567404960431564/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/06/dj-robert-soko.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/585567404960431564'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/585567404960431564'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/06/dj-robert-soko.html' title='DJ Robert Soko'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/TCElA1TgWGI/AAAAAAAAACA/Ls7-XOsjqwU/s72-c/soko_klein.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-6824225960119241796</id><published>2010-05-03T16:06:00.026+02:00</published><updated>2010-06-21T20:02:28.245+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mio Myo'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interviews'/><title type='text'>Mio Myo</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_J8T9tEHpaPk/S97vO9_ueTI/AAAAAAAAAAU/pqoBi3t93J0/s1600/MIOMYO-1.bmp"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 182px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_J8T9tEHpaPk/S97vO9_ueTI/AAAAAAAAAAU/pqoBi3t93J0/s320/MIOMYO-1.bmp" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5467070038113417522" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class="subtitle"&gt;Zerrationalisierte Welt schau mich an - Dein Mangel an Leben ist meine Wiedergeburt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das Schönste, was wir erleben können ist das Mysteriöse. Es ist die Quelle jeder wirklichen Kunst und Wissenschaft.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Albert Einstein, 1930&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Island wissen es die Menschen schon lange; Geister gibt es wirklich, sie sind Teil des Lebens und müssen berücksichtigt werden. Straßenzüge werden daher so gezogen, dass sie nicht die Lebenswelten von Elfen und Trollen, durchkreuzen. Auch in China glauben die meisten an Geister. Leider handelt es sich dort wohl um unleidliche Gesellen, die es sich vom Leib zu halten gilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In vielen weiteren Ländern glauben die EinwohnerInnen an Feen, Geister und andere magische Wesen. Sie sind fester Bestandteil von Tradition und Alltag. Hierzulande scheint sich Spiritualität und Mystik zunehmend zu einem Modetrend zu entwickeln. Woher kommt diese neue Sehnsucht nach dem Geheimnisvollen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Manche beschäftigen sich aus Langeweile, manche aus rationalem Überdruss und andere aus Verdrängung von zu viel reeller globalisierter Grausamkeit mit dem Geheimnisvollen, Irrationalen. Sie suchen im Göttlichen, in der Natur und im Kosmos nach etwas Magischem, das sie verzaubert und trotzdem in ihrem oft sonst eintönigen Alltag Sinn stiftet. Aus Mangel an persönlicher Nähe und sozialen Kontakten sucht die moderne Persona in Spiritualität und Religion das, was allgemein unter dem Begriff Liebe bekannt ist. Urbane, nüchterne Wesen ersehnen den irrationalen Zauber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Trend schlägt sich auch in Kunst und Unterhaltung nieder. LiteratInnen, MusikerInnen und FilmemacherInnen widmen sich wieder mehr der Magie und dem Unergründlichen im Leben und auch der Tod wird immer wieder neu aufgelegt. Fantasyfilme sind beliebter denn je. Es boomen Genremixturen, in denen magische, geisterhafte, erträumte Elemente teils animiert, teils in Traumsequenzen mit der Realität verschmelzen. In Computerspielen schlüpfen Anhänger von Parallelwelten in die Gestalt von Magiern, Hexen, Elfen und anderen Fabelwesen um dem nüchternen Alltag zu entfliehen. Menschen gehen in Zaubershows um sich bewusst und mit einer aufgeregten Fasziniertheit täuschen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Tarotveranstaltungen in Locations, die eher für ihre Konzerte bekannt sind und statt den Schulmediziner zu konsultieren, braut sich der neue Mensch lieber einen Kräutermix aus dem Bioladen. Man muss halt dran glauben.&lt;br /&gt;Es scheint, dass der mit Entzauberung durch Wissenschaft und Technologie konfontierte Mensch, sich nach ein bisschen mehr Geheimnis sehnt und somit dankbar jede Form von Zerstreuung und Auslagerung von Träumen und Träumereien annimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;„Noch tiefer eintauchen“&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Mit Mio Myo zur Filmerstaufführung von „Mein Vogel fliegt schneller“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nürnberger Band Mio Myo hat bereits zwei Alben veröffentlicht. Die Studioaufnahmen für das Dritte wurden kürzlich abgeschlossen. Am 07. Mai beginnt mit einem Auftritt in Frankfurt am Main eine 3 wöchige Tour für die 4 Mio Myos.&lt;br /&gt;Mit dem Bassisten der Band habe ich mich zur Filmpremiere von „Mein Vogel fliegt schneller“ von Gülseli Baur getroffen, um mich im Anschluss mit ihm und Sänger Uwe Eger über Magie, Musik und ihre neue Platte zu unterhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Junge Menschen, die ihren Traum leben, ein Paar auf einem Hausboot an der Spree, AkrobatInnen in einer Dreierbeziehung in einem Wohnwagen, ein schwules Paar in einer Wohngemeinschaft mit einer Freundin, Musiker aus Leidenschaft, Liebende. Selbst gewählte, teilweise non konforme Lebenweisen, die vordergründig wie freie Entscheidungen und erfrischend alternative Lebenskonzepte wirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist die Oberfläche. Im Inneren der ProtagonistInnen sieht es anders aus; es wird Zeit, dass ein frischer Wind weht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Thomas, leider hast nur du es zeitlich geschafft zur Filmpremiere zu kommen. Wie hat dir der Fllm gefallen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Thomas&lt;/strong&gt;: Ich fand erstmal beeindruckend, was da mit quasi keinem Budget enstand. Wahnsinn! Außerdem hatte der Film sehr schöne Bilder.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Der Film war also schön?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Thomas&lt;/strong&gt;: Während des Films ertappte ich mich wiederholt dabei, die verschiedenen Beziehungssituationen und Emotionen auf mich zu beziehen und Parallelen zu mir und meinem Leben zu finden. Der Film schafft es tatsächlich dich in seinen Bann zu ziehen - mit den Personen zu fühlen und zu denken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Einer eurer Songs wird im Soundtrack verwendet und zieht sich teilweise wie ein Leitthema durch den Film. Wie kam es dazu dass diese Songfragmente verwendet wurden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Thomas&lt;/strong&gt;: Der Musikverantworliche Johannes Stankowski ist mit unserem ehemaligen Omnichordspieler Benjamin Pollach befreundet. Er fragte, ob er unsere Musik für den Film verwenden dürfte. Er hat sich für den Track „Taxi“ aus unserem zweiten Album „Ghost Fades“ entschieden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Uwe&lt;/strong&gt;: - An dem Benni und die Cellistin Bianca Riesner maßgeblich beteiligt waren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;War der Song eine gute Wahl?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Thomas&lt;/strong&gt;: Auch wenn die Lyrics nicht zu hören sind, ja. Ich finde, es gibt sogar eine Art Synergieeffekt. Song und Film funktionieren sehr gut miteinander. Es soll ja auch ein Video aus Filmschnipseln zu diesem Song enstehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Der Film beschäftigt sich ja vordergründig mit der Frage was größer ist: Freiheit oder Liebe? Was meint ihr?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Thomas&lt;/strong&gt;: Das ist eine sehr persönliche Frage; ich würde sagen, das Eine schließt das Andere ja nicht zwangsläufig aus. Ich glaube im Gegenteil daran, dass eine gute Beziehung sehr bereichernd sein kann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Uwe&lt;/strong&gt;: ... schwierige Gegenüberstellung. Beides sollte gelebt werden, wenn es passiert. Sobald man frei ist sucht man nach der großen und so wahren, tiefen Liebe.  Sobald diese gefunden scheint und man anfängt Liebe zu leben stellen sich auch sehr erdige und weltliche Zustände ein, die gar nicht zur Vision passen wollen. Wenn ich aber gefunden habe, was ich so lange gesucht habe, bin ich in dieser Hinsicht schon im Ziel. Das wiederum gibt mir die große Freiheit das zu tun, was nach dem Happy End anfängt. Ich würde sagen: wirkliche Freiheit kommt durch Liebe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Ihr nehmt gerade euer drittes Album auf. Setzt ihr euch darin auch mit ähnlichen Fragen auseinander?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Thomas&lt;/strong&gt;: Naja, eher abstrahiert. Es geht natürlich auch um Liebe, aber eher metaphorisch. Es sind sehr bildliche Texte, die jeder Person einen Interpretationsspielraum lassen. Bei Unicorns, einem Song aus dem letzen Album, heißt es, zum Beispiel, „We are all unicorns“ - meint eigentlich nichts anderes als: Wir sind alle Individuen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Uwe&lt;/strong&gt;: Der Song ist vor allem gegen Überwachung - wie absurd es ist, ein Individuum mit Kameras etc. zu überwachen. Ich finde, es sollte der nötige Abstand und Respekt gewahrt werden, was in unserer Gesellschaft leider immer weniger möglich ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Gibt es ein überhaupt ein Thema für euer neues Album?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Uwe&lt;/strong&gt;: Es gab neulich die Überlegung das Album "HYPER ROMANTIC LOVERS DATING IN HYPER REALITY" zu nennen. Dabei geht es insgesamt um ein tieferes Eintauchen; eine Fülle und Tiefe, die sich zuerst nicht begreifen, jedoch durch aktives Aufbrechen erfahren lässt. Und es geht um die Zuversicht auf diesem Weg alles Notwendige getan zu haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Das klingt wie eine abstrahierte Beschreibung des Films. Er hätte dir sicher gefallen. Auch stilistisch sehe ich Parallelen zwischen dem Film und eurer Musik, deine Texte, die Atmosphäre und nicht zuletzt dein Artwork.... Ich würde beides Film und Musik im Magischen Realismus verorten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Uwe&lt;/strong&gt;: Der Magische Realismus holt den Zauber ins Hier und Jetzt. Oder besser er akzeptiert den Zauber im Hier und Jetzt. Man muss sich nicht aufmachen in eine andere Welt. Insofern ein treffender Vergleich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Welche Möglichkeiten bietet eine solche Herangehensweise? Bezeichnet ihr deshalb eure Musik auch als Ghost Rock?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Uwe&lt;/strong&gt;: Was ist Realität? Was ist Magie? Wenn aus einem Orgasmus ein Kind entsteht - Wenn eine Fledermaus ihre Beute dank Echoortung ausmacht ? Das ist für mich Zauber. All das ist auf dieser Welt genauso möglich wie Einhörner, Out-of-Body Experiences und musizierende Geister. Alles ist möglich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Wie wichtig ist der Band diese magische Realität?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Uwe&lt;/strong&gt;: Auf jeden Fall ist diese Realität spannend genug für ein weiteres Album. Dafür scheint sie wie gemacht zu sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Wie würdest du das neue Album in wenigen Worten charakterisieren?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Uwe&lt;/strong&gt;: Ich versuche es mal so: Afro-Disco-Indie-Electro-Dub-Pop mit Aufbruchstimmung und Kopfnotiz…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Was ist neu oder anders im Unterschied zu den beiden Vorgängern?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Uwe&lt;/strong&gt;: Wir sind mehr Band geworden. Die Zeit hat gezeigt, dass wir in dieser Besetzung mehr Musiker sind. Wir haben das, was Musik ist, ein Stück weit mehr zu Unserem gemacht. Wir sind jetzt ein australischer Programmierer-Nerd an den Keys und am Synth. ein halb-ägyptischer Amerikanistik Dozent an den Drums, ein hypochondrischer Maschinenkonstrukteur am Bass und ein hysterischer Designer mit Stimme, an Computer und Gitarre.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Thomas&lt;/strong&gt;: Neu sind auch die Trompeten und ein lustiger Kaossilator von Korg.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Und wie kann man sich nun das Entstehen eines Songs bei euch vorstellen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Thomas&lt;/strong&gt;: Das ist ganz unterschiedlich. Meistens gibt es eine grobe Idee, das kann eine Melodie sein, die es als Fragment bereits gibt oder ein Beat, den Fatim vor sich hin trommelt. Meistens bringt Uwe jedoch einen Text und mit dem arbeiten wir dann. Uns ist es wichtig, dass der Text etwas aussagt - sobald wir wissen, wohin der Text möchte, macht die Arbeit Sinn und Spaß. Ansonsten jamt man nur schwammig vor sich hin.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Uwe, bei euren Live Auftritten trägst du manchmal eine rote Maske. Was bedeutet das für dich?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Uwe&lt;/strong&gt;: Eine Maske ist in diesem Moment auf der Bühne wie eine Zeremonie. - Ein weiteres Stück rein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Gibt es einen Zusammenhang mit der Musik, deiner Stimmung?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Uwe&lt;/strong&gt;: Mit Maske kann ich noch mehr zurücklassen, noch tiefer eintauchen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mio Myo:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uwe Eger: Gesang , Gitarre, Computer&lt;br /&gt;Thomas Autenrieth: Bass, Gesang&lt;br /&gt;Anand Sivamalai : Keyboard, Synthesizer&lt;br /&gt;Fatim Boutros: Drums&lt;br /&gt;Bianca Riesner: Cello in „Taxi“&lt;br /&gt;Benjamin Pollach: Omnichord in „Taxi“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Anstehende Konzerte:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11er Club, Frankfurt, Do, 06 Mai&lt;br /&gt;Mao, SHANGHAI, So, 09 Mai&lt;br /&gt;Music Life Club, Guilin, Di, 11 Mai&lt;br /&gt;Music Life Club, Guilin, Mi, 12 Mai&lt;br /&gt;Vox, Wuhan, Do, 13 Mai&lt;br /&gt;Livehouse, GUANGZHOU, Fr, 14 Mai&lt;br /&gt;Hidden Agenda Live House, Hong Kong, Sa, 15 Mai&lt;br /&gt;LX Creation, MACAO, So, 16 Mai&lt;br /&gt;Idutang, Shenzhen, Mi, 19 Mai&lt;br /&gt;D22, Beijing, Do, 20 Mai&lt;br /&gt;Mao, Beijing, Sa, 22 Mai&lt;br /&gt;Atomic Cafe, München, Fr, 28 Mai&lt;br /&gt;Club Stereo, Nürnberg, Do, 03 Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mio Myo: &lt;a href="http://www.myspace.com/miscymusic" target="_blank"&gt;www.myspace.com/miscymusic&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mein Vogel fliegt schneller: &lt;a href="http://www.credofilm.de/filme/mein_vogel_fliegt_schneller.html" target="_blank"&gt;www.credofilm.de/filme/mein_vogel_fliegt_schneller.html&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-6824225960119241796?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/6824225960119241796/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/05/zerrationalisierte-welt-schau-mich-dein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/6824225960119241796'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/6824225960119241796'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/05/zerrationalisierte-welt-schau-mich-dein.html' title='Mio Myo'/><author><name>Andrea Lenz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01897035525706798727</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_J8T9tEHpaPk/S_9rMhR7EXI/AAAAAAAAABI/_4qqzqNz2Fs/S220/Foto+1309.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_J8T9tEHpaPk/S97vO9_ueTI/AAAAAAAAAAU/pqoBi3t93J0/s72-c/MIOMYO-1.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-2484196795759656660</id><published>2010-04-18T23:18:00.008+02:00</published><updated>2010-04-22T20:16:47.379+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interviews'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Artikel'/><title type='text'>Anna und Ayla</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Brasilianische Rhythmen in Neukölln&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Anna und Ayla, das sind die 24 jährige Anna und ihre Gitarre Ayla. Sie haben sich am Strand von Fortaleza (Brasilien) getroffen und begannen, vom Strand, vom Mond und dem schnellen Leben da draußen zu singen. Zurück am Strand vom Landwehrkanal wird nun auch Berlin-Neukölln besungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;So ging ich also am vergangenen Donnerstag mit meinem Mitbewohner in eine nette kleine Bar direkt um die Ecke, in der Hoffnung auf ein bischen Lifemusik. Mit dem, was mich dort erwartete, hatte ich nicht gerechnet. Die Bar war ziemlich gut besucht, überwiegend junges Publikum, verteilt auf zwei große Räume, die durch eine alte Flügeltür getrennt waren. Die Wände waren holzvertäfelt, auf den Tischen waren Teelichter in Eisbächern, wie sie meine Oma im Schrank stehen hat, verteilt. Die sonstige Dekoration fiel eher spärlich aus, wirkte wie schnell zusammengeworfen, erinnerte an die 70er Jahre. Und inmitten dieses Ambientes stand ein Barhocker, an dem eine Gitarre lehnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte es mir gerade mit meinem Bier gemütlich gemacht, auf einem der zahlreichen Sofas, da kam auch schon die junge Frau auf die Bühne, nahm die Gitarre in die Hand und setzte sich auf den Barhocker. Ihr folgte der Perkussionist Nobu. Nach einer kurzen Vorstellung und ein paar einleitenden Worten, fingen Anna und Ayla und Friends an mit ihrem Programm. Das erste Lied handelt vom Leben – wovon sonst. „Das Leben rennt, es überfährt mich“ war eine Einladung an eine Person, eine romantische Aufforderung, zusammen vom Leben überfahren zu werden. Ruhige, melodische Gitarrenklänge, begleitet von streichenden Rhythmen der Perkussion wechselten sich ab mit einem treibenden, schnellen Rhythmus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur das Tempo variierte. Auch die Sprache sprang von Portugiesisch nach Deutsch und wieder zurück. Eines von Annas Markenzeichen. Sie singt Passagen auf deutsch, wiederholt sie auf portugiesisch, oder singt Strophen auf der einen, den Refrain auf der anderen Sprache. Natürlich zählt sie auch einsprachige Songs zu ihrem Repertoire, wobei auch englische Texte eine Rolle spielen. Anna ist noch auf der Suche nach einem Sprachkonzept, ist sich nicht sicher darüber, was am besten beim Publikum ankommt, ob die Zuhörer ihre Texte verstehen. Zwei Jahre hat Anna insgesamt in Brasilien verbracht, dort die Sprache gelernt, Musik gehört und sich in der Sprache wiedergefunden. „Mein ästhetisches Empfinden sagt, dass diese Sprache einfach schön ist.“ Anna fühlt sich der Sprache verbunden und hat auch durch sie eine neue Ausdrucksmöglichkeit kennen gelernt. Trotzdem fiele es ihr schwer, drei Sprachen in ein Konzept zu bringen, da sie der Meinung ist, eine Sprache sei zugänglicher für die Zuhörer. Um den Leuten den Zugang zu ihrer Musik leichter zu machen, hat sie sich überlegt, zu jedem Stück eine kleine Geschichte zu erzählen. Kurz den Inhalt auf deutsch wiederzugeben um eine Vorstellung zu vermitteln.&lt;br /&gt;So gibt sie kurz den Inhalt des nächsten Stücks „Weltuntergang“ wieder. Es gehe um eine WG Küche in Neukölln, in der man sich Gedanken macht – über das Leben. Mit den Fingernägeln klopft sie auf den Gitarrenkorpus, was wie eine wartende Geste wirkt. Das Warten auf eine Antwort?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem nächsten Song steigen Anna und Ayla in das vorherrschende Thema des Abends ein: der Strand. Wie ein roter Faden zieht sich die Kulisse von Sand, Meer und Sonne durch das Programm. Wie auch anders zu erwarten, wo Anna doch bis vergangen März noch am Strand von Brasilien gewohnt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für ein Jahr hat sie dort einen selbstorganisierten Uniaufenthalt gehabt, war so oft es ging am Strand. Dort ist auch die Geschichte von Anna und Ayla entstanden. Nach einigen eher wenig erfolgreichen Bandprojekten hatte Anna die Nase voll davon, abhängig von anderen zu sein, besonders von männlichen Instrumentalisten. Da sie aber doch nicht ganz alleine sein wollte, gab sie ihrer Gitarre den weiblichen Namen Ayla und nahm sie mit ins Boot. Es sollte eine Art Frauenprojekt werden, unabhängig von anderen, aber doch nicht allein. Schnell bot sich ihr die Möglichkeit, in einer Strandbar aufzutreten, gemeinsam mit anderen Künstlern und auch alleine. Spielte sie am Sonntagnachmittag auf der Bühne, bekam sie Kost und Logis fürs ganze Wochenende – ein fairer Deal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Generell funktionierten ihre Auftritte in Brasilien anders als hier in Deutschland. Dort wird fast erwartet, dass sie große Hits von bekannten Bands covert. Die Leute finden eigene Stücke schon toll, hören aber dennoch lieber das, was sie kennen, wo sie mitsingen können. Zurück in Berlin kann Anna dann einen ganzen Abend lang ihre eigenen Sachen spielen. Da kann sie auch mal den Text vergessen und Strophen einfach zweimal singen, ohne dass es jemand bemerken würde. Bei international bekannten Liedern ist dies schon schwieriger. Die Angst, Passagen zu vergessen, ist Annas große Nervosität bei Auftritten. Doch die verfliegt meistens ganz schnell während der ersten paar Minuten des Auftrittes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch auf dem Konzert wirkte sie von Minute zu Minute sicherer, erzählte die Geschichten, als ob sie es schön seit Jahren täte. In der zweiten Hälfte setzte sie sogar einen Hut auf um an Michael Jackson zu erinnern. Sie sei kein großer Fan gewesen, fand aber seine Musik dennoch sehr gut und inspirierend. Der Hut hatte auch eine andere Funktion: Am Ende gab Anna ihn rum, Gage bekommt sie von der Bar nicht. Der Song Earth von Micheal Jackson war auch einer der wenigen Coversong in dem Programm. Hier in Deutschland wird erwartet, dass die performenden Künstler auch Autoren sind von dem was sie vortragen. Doch damit hat Anna kein Problem, ihr eigenes Repertoire reicht bis zu 1 ¾ Stunden. Genug, um einen Abend gut auszufüllen. Eine CD hat sie auch in Brasilien produziert, die mittlerweile jedoch schon fast vergriffen ist. Eine Neuauflage ist geplant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie es mit Anna und Ayla in Zukunft weiter geht, ist noch nicht ganz klar. Auf jeden Fall versucht sie immer ein paar Konzerttermine in Aussicht zu haben. Allerdings auch nicht zu häufig, da es schwer sei, jede Woche eine Bar mit Publikum zu füllen. Deshalb möchte sie ihre Auftritte auch etwas differenzieren, vielleicht mal auf einer Vernissage spielen, an einem Filmprojekt musikalisch mitwirken und auf Festivals singen. Ein Brasilienaufenthalt sei auch schon geplant, mit Aussicht, wieder in der Bar spielen zu können, wo alles angefangen hatte. Back to the roots.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für weitere Infos: &lt;a href="http://www.myspace.com/annaayla" target="_blank"&gt;http://www.myspace.com/annaayla&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-2484196795759656660?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/2484196795759656660/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/04/anna-und-ayla.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/2484196795759656660'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/2484196795759656660'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/04/anna-und-ayla.html' title='Anna und Ayla'/><author><name>Rike</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16663886178947341189</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-6621810533997096968</id><published>2010-02-11T11:09:00.005+01:00</published><updated>2010-02-11T14:14:04.659+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzerte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Emilie Autumn'/><title type='text'>„Welcome to the Asylum, Plaguerats!“</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Emilie Autumn am 8.Februar, 2010 im Postbahnhof, Berlin&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Ein riesig-rundes Gestell mit einer Leinwand und zahlreichen Zahnrädern bestickt ist das erste, was ins Auge springt. Sekunden später machen sich erst die weiteren, unzähligen Details des Bühnenbildes bemerkbar: Puppen, Teetassen, Kerzen, Totenköpfe, Ratten, zuckersüße Törtchen, Löffel, viel rosarot und viele Streifen. Alles ein wenig abgenutzt, grotesk und verrückt.&lt;br /&gt;Das ist es eben, was Emilie Autumn und ihren Stil ausmacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Während das Auge noch auf Entdeckungstour ging, erklang humorvoll-klassische Musik, die ein wenig an Zirkus und Kuriositätenkabinett des 19. Jahrhunderts erinnerte. Sehr passend. Nach einiger Wartezeit betraten sie dann endlich die Bühne: Contessa, Aprella, Veronika und schließlich Emilie persönlich, allerdings hinter der Leinwand mit selbst genähtem Rattenkostüm. Jedoch ist auch dieses, wie die anderen, zum Großteil selbst hergestellten Kostüme, bestückt mit zahlreichen Pailetten, bunten Bändern, niedlichen Rüschen und raffinierten Raffungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch immer hinter Leinwand, erklingt das erste Stück: „4 O'Clock“ untermalt mit Schattenspielen von Emilie. Währenddessen tanzen und singen die verbliebenen drei Damen mit Pistolen, Ballettschuhen und glitzernden Gummiäxten. So zog sich die Show auch weiter durch den Abend. Doch nicht immer wurden Songs gespielt: Zwischenzeitlich, wahrscheinlich damit die anderen ihre Kostüme und Korsetts wechseln konnten, unterhielt dann Miss Emilie Autumn allein das Publikum mit witzig-kessen Sprüchen und Gesangseinlagen, die sie selbst begleitete. Ein andermal tanzte Veronika mit Federfächern auf der Bühne oder holte Mädchen aus dem Publikum um mit ihnen das „Ratgame“ zu spielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Songperfomances selbst, konnten sich ebenso sehen lassen. Es wurde Feuer geschluckt, mit Schirmchen gespielt, Luftballons geworfen, auf einem goldenen Rollstuhl herumgeturnt und Tee ins Publikum gespuckt. Abgerundet wurde dann alles mit den Geigensoli Miss Autumns, die, verstärkt durch Distortion- und Overdrive-Effekte, mit vielen Gitarrensoli des Rock und Metal mithalten konnten. Zum Abschluss kam dann die eigene Variante des berühmten Stückes „Bohemian Rhapsody“ von Queen, die durchaus gelungen war und ihren ganz eigenen Charme durch die Darstellung Emilie Autumns gewann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Emilie Autumn und ihre Shows sind eine Mischung aus Burlesque, Freak Show, Kinderzimmer, Ballett, Feuertanz und Irrenhaus, nur irgendwie wie vor 150 Jahren. Das Bühnenbild überzeugt mit liebevollen Details und auch musikalisch hat die Amerikanerin mit ihrem „ViktorIandustrial“ einiges zu bieten. Wer sich darauf einlässt, wird auf jeden Fall begeistert sein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-6621810533997096968?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/6621810533997096968/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/02/welcome-to-asylum-plaguerats.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/6621810533997096968'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/6621810533997096968'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/02/welcome-to-asylum-plaguerats.html' title='„Welcome to the Asylum, Plaguerats!“'/><author><name>Mojo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08102166248429742131</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_jYKDgWkevxg/TLitt2h1BpI/AAAAAAAAAAM/752mni-XSVM/S220/MojoSG.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-8918502552992543958</id><published>2010-02-03T17:52:00.021+01:00</published><updated>2010-02-05T19:31:48.418+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RotFront'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interviews'/><title type='text'>RotFront</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S2nhRvBtSgI/AAAAAAAAABw/8ncLgvPtLmk/s1600-h/rotfront.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 241px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S2nhRvBtSgI/AAAAAAAAABw/8ncLgvPtLmk/s320/rotfront.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434122120196868610" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;span class="intro"&gt;Das &lt;strong&gt;Emigrantski Raggamuffin Kollektiv&lt;/strong&gt; nennen sie sich. Bis zu zehn Musiker aus der Ukraine, Ungarn, Australien und Deutschland gehören zur Berliner Band RotFront. Eine so große Band ist nicht immer leicht zu koordinieren. Vor allem, wenn jeder eine andere Sprache spricht. Doch etwas Schönes hat die Musik - man muss nicht eine gemeinsame Sprache sprechen, um zusammen zu musizieren.&lt;br /&gt;Ich habe mich mit den zwei Gründern der Band, dem Ukrainen Yuriy Gurzhy (Russendisko) und dem Ungarn Simon Wahron (Hungaro Groovers) getroffen. Wir unterhielten uns über ihre Musik, das Bandleben und wie man es schafft so viele Musiker unter einen Hut zu bekommen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;&lt;span class="frage"&gt;inpopnito: Seit wann lebt ihr in Berlin?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Simon Wahorn:&lt;/strong&gt; Ich bin seit 12 Jahren in Berlin.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Yuriy Gurzhy:&lt;/strong&gt; Ich seit 14.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;inpopito: Warum seid ihr nach Berlin gekommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;S:&lt;/strong&gt; Ich habe geheiratet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Und ich hatte die Gelegenheit, weil meine Eltern bzw die ganze Familie hierher migriert ist. Ich hatte die Wahl mitzukommen oder zu bleiben. Früher war es schlimmer, da war das nur so ein One-Way-Ticket. Bis Mitte der 80er Jahre konnte man nicht mehr zurück, wenn man ins Ausland gegangen ist. Zu meiner Zeit war das nicht mehr so. Ich bin erstmal mitgekommen und habe geschaut, wie es mir gefallen hat und es hat mir gefallen, also bin ich geblieben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Yuriy, du nennst es dein zweites Zu Hause – das Kaffee Burger – was bedeutet dieser Club für dich und deine Musik?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Also wir sind eigentlich alle im Kaffee Burger aufgewachsen. Ich veranstalte da inzwischen seit fast 10 Jahren die Russendisko. Und Simon hat da seine Hungaro Groovers, eine Diskotanzveranstaltung aufgebaut. Wir haben im Kaffee Burger mit RotFront unser zweites Konzert gegeben und seitdem spielen wir da regelmäßig und außerdem haben wir seit kurzem auch unseren Proberaum dort. Zwei Mal im Monat Russendisko, mindestens ein Mal im Monat ein RotFront-Konzert, ein paar Mal im Monat Proben und da hast du es. Ich gehe kaum aus. Ich habe ein Kind zu Hause und RotFront und alle meine Auftritte in und außerhalb Berlins reichen mir vollkommen aus. Deswegen ist Kaffee Burger der Ort, wo ich immer wieder hingehen muss.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Eure Band RotFront wächst und verkleinert sich ständig. Wer gehört zum sogenannten Harten Kern der Band?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;S:&lt;/strong&gt; Eigentlich wir beide. Wir sind von Anfang an dabei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Wir haben das ins Leben gerufen. Es gibt kaum Menschen die es überstanden haben in diesen fünf, sechs Jahren seitdem es die Band gibt. Im Moment haben wir eine ziemlich feste Besetzung, das sind so bis zu zehn Menschen. Wenn es darum geht wie z.B. zu Touren, da kommen Transportprobleme vor und da muss man das Ganze ein bisschen strukturieren. Aber wenn wir in Berlin spielen, dann gibt es schon eine ganze Menge Leute, die unsere Stücke kennen, also Musiker, die schon mal mit uns gespielt haben. Die kommen dann und machen mit. Am Morgen vor dem Konzert, bis kurz vor dem Konzert wissen wir nicht, wer bei uns auftaucht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Woher kommen die ganzen Musiker? Kennt ihr die oder schleppt die jemand mit?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;S:&lt;/strong&gt; Wir haben schon seit 2-3 Jahren so eine einigermaßen feste Besetzung. Und die anderen werden von denen dann mit ins Boot geholt. Wenn sie keine Zeit haben, dann kommt eben jemand anderes. Und so entwickelt sich das. Und die Freunde haben dann andere Freunde, die sie auch mitbringen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Die Leute, die zwei, drei mal mit uns gespielt haben, die bleiben dann auch. Hast du einmal bei RotFront gespielt, dann bleibst du, das ist so wie der Präsident der USA. Also bist du einmal Präsident, dann bist du immer Präsident. Alles bleibt eine Familie. Die Leute, die in den letzten drei, vier Jahren dabei waren bleiben auch Familienmitglied, es sei denn, wenn sie außerhalb von Berlin wohnen oder andere Sachen haben, dann können sie nicht mehr aktiv teilnehmen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Verstehen alle Bandmitglieder alle vier Sprachen die ihr singt, also englisch, deutsch, russisch, ungarisch?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Nein. Ich verstehe z.B. kein ungarisch und Simon kein russisch. Aber wir erzählen uns worum es in den Texten geht. Meistens ein paar Jahre später, nachdem der Song entstanden ist. Was singst du da eigentlich?, Ach so?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Wie unterhaltet ihr euch alle untereinander in der Band?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Na eben deutsch, ungarisch,... (lachen). Nee, deutsch ist die Bandsprache. Es könnte auch theoretisch englisch sein, eine Sprache, die die absolute Mehrheit der Bandmitglieder spricht, aber wir sind ja auch eine Berliner Band. Wir müssen unser deutsch verbessern und üben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Auf welcher Sprache singt ihr am liebsten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;S:&lt;/strong&gt; Alle!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Ich würde schon sagen, wir genießen die Vielfalt. Auf ungarisch können nur Simon und Dorka singen, weil sie eben Ungarn sind. Deutsch vertritt meistens der Mad Milian unser MC. Ich singe dann russisch und englisch. Man kann nicht sagen, was so unsere Lieblingssprache ist, denn nicht alle sprechen alle Sprachen. Aber es ist super, wenn die Leute im Publikum plötzlich verstehen worum es geht. Wir singen keine Sprache, die vom Publikum nicht verstanden wird. Das macht auch so ein bisschen Berlin aus, die Stadt in der so viele Nationalitäten leben. Das es so wird, haben wir von Anfang an beschlossen, also, dass wir alle Sprachen singen, die wir kennen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Ist es schwer so viele Bandmitglieder unter einen Hut zu bringen? Wie läuft das im Studio oder bei den Proben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;S:&lt;/strong&gt; Katastrophal.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Stimme ich absolut zu. Es gibt nichts schlimmeres. Alle Bandmitglieder sind professionelle Musiker im Sinne, dass sie von Musik leben. Und fast jedes Bandmitglied hat sein eigenes Projekt. D.h., dass sie mit anderen Bands zu tun haben. Wenn sie sich dann an einem Ort versammeln sollen, dann wird es schwierig. Unser Schlagzeuger spielt bei SIDO, unsere Sängerin Dorka ist eine Schauspielerin und hat ab und zu mal zwei/drei Monate lang Dreharbeiten. Es ist schwierig, aber wir schaffen das. Es macht Spaß und das ist wie ein Puzzle, das man immer wieder neu zusammenbauen soll.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;S:&lt;/strong&gt; Man vergisst auch oft, wie die heißen. Wer kommt, wer kommt nicht, auf wen sollen wir noch warten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Genau, das ist das Schlimmste! Wenn wir einen Termin haben, losfahren und dann feststellen, dass wir jemanden vergessen haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Ist das schon mal passiert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Mehrmals. Das passiert fast jedes Mal.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Was zeichnet die Musik von RotFront aus und was die von Russendisko? Was sind Unterschiede und was Gemeinsamkeiten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Es gibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Russendisko, das ist eine Musik, die ich und mein Freund und Kollege Wladimir Kaminer „exportieren“. Also das ist Musik, die aus Osteuropa kommt. Deswegen wird hauptsächlich auf russisch und slawischen Sprachen gesungen, also die Sprachen der Ex-Sowjetunion. RotFront ist eine Berliner Band und auch mit all den Konsequenzen davon. Es gibt wenig Bands, z.B. Russen in der Ukraine, die auf deutsch singen würden. Aber es gibt ein paar. Wir singen über unser Leben in Berlin. Wir mögen wahrscheinlich mit den anderen Bands auch die gleiche Musik und lassen uns von den gleichen Sachen beeinflussen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Auf der neuen Balkanbeats CD ist auch eins eurer Lieder zu finden, wie läuft das? Kennt ihr DJ Robert Soko oder schickt ihr ihm eure Lieder zu?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Wir kennen uns seit Jahren. Vor ca. sieben Jahren haben Simon, Robert und ich eine Veranstaltung organisiert. Die hieß Osteuropa – Soundsystem - Clash mit Balkanbeats, Hungaro Groovers und Russendisko. Das fand in Pankow, in der Alten Zigarettenfabrik statt. Es war auch relativ schlecht besucht. Aber wir sind ja die Pioniere und das ist wohl das Schicksal der Pioniere, glaube ich. Wir haben damals festgestellt, dass es ganz viele Gemeinsamkeiten in der Musik, aus unseren Ländern, gibt. Und das wollten wir auch feiern. Auf der musikalischen und menschlichen Ebene funktionierte das und seitdem haben wir Kontakt. Mit Robert sehen wir uns immer wieder. Er war auch als Special-Guest auf unserer Release-Party-Woche im Kaffee Burger und ich weiß nicht mehr, wer ihm die CD gegeben hat, ich glaube, dass unsere Plattenfirma das war. Er hat die Platte geliebt. Auf der Release-Party meinte er, dass er den Song „B-Style“ gerne für seine Platte verwenden würde und so ist das dann auch geschehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Du hast gerade gesagt, dass ihr damals in der Zigarettenfabrik festgestellt habt, dass Gemeinsamkeiten in der Musik aus euren verschiedenen Ländern existieren. Was sind das für welche?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Die Musik, die wir auflegen wird auch sehr von Volksmusik dieser verschiedenen Länder inspiriert. Im Fall von Ex-Jugoslawien und Russland/Ukraine, haben die Sprachen mehr gemeinsam, als das z.B. mit Ungarisch der Fall ist. Es war damals sehr vermischt. Musikalisch ist es immer so gewesen, also noch vor 100 bzw 200 Jahren, dass die Ukrainer auf jüdischen Hochzeiten gespielt haben, die Zigeuner haben überall gespielt und sich immer ausgetauscht. Wir stellen immer wieder fest, wenn wir uns was gegenseitig vorspielen, dass da wo einer denkt, das komme aus seinem Land, sagt ein anderer, dass habe er auch schon mal gehört und es gibt eine Aufnahme, die ist noch älter als die andere, etc. Dieser Versuch Musik in eine Schublade zu stecken, das ist Balkan, das ist Russland, das ist Ungarn und weiß ich was, das ist eine Marketingstrategie. Das existierte vor 100 Jahren noch nicht. Es war auch damals viel natürlicher. Es geht nicht darum, welche Nationalität derjenige hat, der das singt oder spielt. Es geht darum, ob Musik groovt oder nicht. Wir sind alles passionierte Musikliebhaber. Als wir damals auf Tanzveranstaltungen voneinander hingegangen sind, haben wir plötzlich neue Musik für uns entdeckt, mit der wir uns einigermaßen identifizieren konnten. So entstand auch die Idee von RotFront. Wir wollten all diese Gemeinsamkeiten, aber auch Dinge, die wir sonst nicht kannten, sprachen, etc so manche Melodien usw zusammenzubringen und im Rahmen einer Band verwirklichen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Wie erklärt ihr euch den großen Durchbruch von Balkanbeats und Russendisko hier in Europa und der Welt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Ich glaube die Geschichte der Popmusik hat viele Beispiele dafür. Es gibt immer wieder neue Trends, neue Wellen, die später ins Mainstream integriert werden. Es hat geopolitische Gründe. Jetzt wächst Europa zusammen und man entdeckt die Musik der Nachbarn, vor dem man eigentlich jahrelang eher Angst hatte und dachte, da stimmt was mit dem nicht – Kommunisten, Ostblock und so. Nachdem man jahrelang eigentlich schon immer gleichaufgenommenen Pop aus dem Radio, von MTV, usw kennt, entdeckt man, dass da eine ganz andere Welle kommt, die auch nicht zu exotisch ist, um sie nicht zu verstehen, sondern eher groovende Musik aus den neuen Ländern. Da freut man sich natürlich, wenn man etwas hört, dass man nicht kennt und was man liebt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;S: Weil alles so langsam eingebaut wird in die Musik. Deswegen heißt die Platte „Emigrantski Raggamuffin“. Wir haben einen Pass drin, für die Emigrantski Republik.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Was bedeutet Raggamuffin?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Raggamuffin, das ist eine der Richtungen im Reggae, die seit ungefähr Anfang/ Mitte der 70er existiert. Unsere Musik ist kein Raggamuffin. Das ist eher so ein Gesangsstil. Es kommt wahrscheinlich auch u.a bei uns vor, aber es ging uns eigentlich eher darum, eine eigene Sparte zu schaffen. Diese bekloppte Strategie Musik zu benennen, damit man sie besser verkaufen kann. Es war unsere Ironie. Wir dachten, wir wollen irgendwie unser eigenes Label, unsere eigene Beschriftung haben. Und dann haben wir uns „Emigrantski Raggafmuffin“ ausgedacht, denn es klingt cool und weckt Assoziationen in den Leuten. Unsere Musik hat auch was mit Reggae zu tun, wir spielen das schon ab und zu. Wir sind Emigranten und sehen die Welt mit den Augen der Emigranten. Wir sind Insider und Outsider gleichzeitig. Und deswegen Emigrantski.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Entschuldige Simon, ich habe dich unterbrochen. Du warst dabei zu erzählen, was das mit dem Pass in eurem Booklet für die Emigrantski Republik auf sich hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;S:&lt;/strong&gt; Es geht darum, in diesem Europa verschwinden immer mehr die Grenzen, man reist immer günstiger und schneller. Es entsteht ein neues Volk, das Volk der Emigranten. Früher waren die Grenzen, Mentalitäten und Völker sehr wichtig und stark. Wenn man ein Leben in einer gleichen Stadt, gleichem Dorf, gleichem Land lebt und dreimal in Urlaub fährt, dann ist das eine ganz andere Sichtweise als sie heute die Leute haben, die zwangsläufig unterwegs sind und immer mehr dazu gezwungen sind andere Kulturen kennenzulernen und sich darauf einzulassen. Und die Emigranten, die bereit sind ihr Land zu verlassen und eine neue Sprache zu lernen und Kultur kennenzulernen, werden ähnlich, egal woher sie kommen. Und das ist wie ein neues Volk. Das hat auch damit zu tun, dass diese verschiedenen Musikrichtungen zusammen gemischt werden. Das gab es auch schon früher. Das diese Balkanmusik oder osteuropäische Musik so erfolgreich ist, das hat was damit zu tun, dass jetzt mehr Musiker sich austauschen können. Die Ungarn konnten nicht reisen und jetzt können sie das und kommen nach Berlin oder Paris und machen da Musik und kommen mit anderen Menschen zusammen und machen eine neue Musik. Es ist alles Musik, die von verschiedenen Einflüssen zusammengemischt wurde und deswegen so populär geworden ist. Es wurde einfach eingebaut in die Popmusik.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Vor ein paar Monaten hatten wir ein Interview mit einem Musiktechnik-Magazin und da haben wir zum Ersten Mal darüber gesprochen, wie es damals noch im Ostblock Mitte/ Ende der 80er mit der Musiktechnik aussah. Wir spielen ja beide seitdem wir Kinder sind. Da hatte man so die Gitarren und Verstärker usw die in Ungarn oder Russland produziert wurden. Man war arm und man hatte kaum Möglichkeit eine gute Technik zu kaufen, deswegen klang das auch alles so scheiße, egal, ob ein Musiker gut oder schlecht war. Und jetzt, wo die Welt ein bisschen offener geworden ist, man bekommt richtige Instrumente, lernt mit Computer umzugehen und die Sachen aufzunehmen, klingt das alles auch besser. Die Musik, die schlecht klingt, auch wenn sie an sich gut ist, die kommt bei jemanden, der gewissen Standarten gewohnt ist nicht durch. Die Ohren bekommen es nicht mit. Die Musik, die heutzutage mit den höchsten Standarten der Technik aufgenommen wird, groovt und unbekannt ist, groovt anders als die neue Platte von Beyonce.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Wie kommt eure Musik in euren eigenen Ländern, in der Ukraine und in Ungarn, an?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;S:&lt;/strong&gt; In Ungarn super. Vor zwölf Jahren habe ich eigentlich mit Ungarn Schluss gemacht und wollte da gar nicht mehr hin. Dann plötzlich als wir unser erstes Konzert vor zwei Jahren da hatten, kamen viele Leute und es hat sich herausgestellt, dass wir dort große Fangemeinden haben. Und wir werden jetzt wahrscheinlich öfter da spielen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Wo denn zum Beispiel?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;S:&lt;/strong&gt; Bei verschiedenen Festivals, z.b. beim Sziget-Festival (11.-16. August 2010). Es gibt auch andere Anfragen, aber es ist schwierig eine anständige Gage zu bekommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Wir sind auch eine riesige Band.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;S:&lt;/strong&gt; Und es ist anstrengend da runter zu fahren, aber jetzt funktioniert es.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Aus der Ukraine kam jetzt auch die erste Anfrage vor ein paar Tagen, für ein Festival. In Ungarn haben wir einen Vertrieb und die vertreiben auch einigermaßen unsere Platten und in der Ukraine fehlt uns das noch. Es ist auch schwierig für einen Veranstalter eine Band mit zehn Menschen und deren Gagenvorstellungen zu holen. Aber über Blogs merke ich, dass die Leute unsere Musik schon kennen. Kommt irgendwie über ganz unterschiedliche Wege an die Leute ran. Vor einer Woche haben wir im Lido gespielt. Und ich wurde nach dem Konzert von einem ukrainischen Musiker aus einer Band, die ich kenne und auch mag nach Fotos etc gefragt. Dabei bin ich ein großer Fan seiner Band. Ich sehe uns nicht als eine reine Band von dieser Balkanwelle. Davon würden wir uns gerne distanzieren. Wir kommen nicht aus den Balkanländern. Wir lieben diese Musik. Aber genauso lieben wir Old-School-Hip-Hop, Reggae, Ska. Da wo es tausende Bands gibt, die sich gerne dazuzählen, sagen wir, wir sind keine Balkanbeats, keine Russendisko, sondern wir sind das „Emigrantski Raggamuffin-Kollektiv“. Es sind alles Elemente unserer Musik, aber wir sind eben was anderes und wir machen Musik für alle. Nicht nur für eine kleine Clubparty.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="frage"&gt;Wo seht ihr RotFront als Band. Seid ihr eher eine politische oder eine Party-Band?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Y:&lt;/strong&gt; Alles, Politik fängt im Alltag an. Ich gucke kein Fern und lese keine Zeitung. Für mich findet Politik auf einer anderen Ebene statt. Diese Musik hier in Berlin zu spielen, auf diesen Sprachen, überall auf der Welt sie live zu spielen, das ist eine politische Aussage. Wir sind vier oder fünf Nationalitäten in der Band, wir haben keine gemeinsame Muttersprache und kommen prima miteinander klar. So sollte es sein. Die Leute können prima miteinander umgehen, sie werden immer gemeinsame Sprache finden. Sind stolz auf ihre Wurzeln, können auch woanders leben, aber sie kommen miteinander klar. Das ist unsere politische Aussage. Politik heißt nicht gleich ein siebzigjähriger, weißhaariger Typ in Kostüm und mit einem Koffer. Wir machen Politik auf unserer Ebene. Wir sind natürlich auch eine Partyband. Das sieht man auf unseren Konzerten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-8918502552992543958?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/8918502552992543958/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/02/rotfront.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/8918502552992543958'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/8918502552992543958'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/02/rotfront.html' title='RotFront'/><author><name>Viktoria</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04485079878074339125</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S2nhRvBtSgI/AAAAAAAAABw/8ncLgvPtLmk/s72-c/rotfront.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-3821458720368451398</id><published>2010-02-03T16:32:00.009+01:00</published><updated>2010-02-03T21:19:19.542+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Artikel'/><title type='text'>Balkanbeats und Russendisko: Musik von Immigranten in Berlin</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="intro"&gt;Balkanbeats und Russendisko gehören zu Berlin wie der Fernsehturm oder die Museumsinsel. Sie sind aus der Stadt nicht mehr wegzudenken. Was klein in Berliner Untergrundclubs angefangen hat, ist inzwischen zu einer riesigen Partyszene angewachsen. Bei dieser Musik handelt es sich um die Musik des Ostens, des Balkans. Wobei schon der Begriff „Balkan“ umstritten ist. Seit Jahrhunderten ist unklar, welche Länder überhaupt dazugehören. Auch musikalisch ist das nicht anders. Auf den Balkanbeats-CDs von DJ Robert Soko kommen nicht immer alle Bands aus dem sogenannten Balkan. Einige Bands sind sogar geografisch sehr weit davon entfernt. Aber ihre Musik klingt so wie wir uns die Musik aus dem Balkan vorstellen: Folkloristisch, manchmal mit einem Blasorchester und in Sprachen, die kaum ein Deutscher versteht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;&lt;strong&gt;Die Berliner Szene-Bands&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahre 2000 kam ein Buch auf den Markt, das auf amüsante Art und Weise das Leben der Immigranten in Berlin beschreibt. Das ist nicht immer leicht. Deutsch ist eine schwere Sprache, die Kultur ist anders und einigen Osteuropäischen Einwanderern fehlt einfach etwas ganz essentielles – die heimatliche Musik. Und genau die exportieren der Russe Wladimer Kaminer und sein ukrainischer Freund und Kollege Yuriy Gurzhy nach Berlin. Das von Wladimir Kaminer geschriebene Buch „Russendisko“ erhielt den Namen von der seit 1999 zweimal monatlich im Kaffee Burger stattfindenden Party. Schnell wurde aus dem Exportgeschäft russischer Musik ein Renner und bis heute ist die Russendisko nicht aus Berlin wegzudenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon neun Jahre vorher fing der aus Bosnien stammende Robert Soko an, in Berlin seine Musik aufzulegen. Anfangs war es noch Jugoslawischer Rock´n´Roll, Punk und Ska. Später entdeckte er die Musik aus Filmen des serbischen Regisseurs Emir Kusturica. Er ließ sich von der Musik der Roma-Brass-Bands, was nichts anderes als Blech-Blasorchester sind, dieser Filme beeindrucken. Und schon bald wurde er der Pionier, der anfing die Volks- und Roma-Musik des Balkans mit anderen Stilen wie Ska, Klezmer, Jazz und Elektro zu verbinden. So entstand aus der klassischen Balkan-Blasorchester-Musik eine neue, spannende Mischung aus Tradition und Moderne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnell stiegen die kleinen Partys der kreuzberger Untergrundszene auf und nahmen immer größere Ausmaße an. Lange fanden sie im Mudd-Club statt, bis sie ihr neues zu Hause im Lido, in Berlin Kreuzberg fanden. Inzwischen gibt es eine gute Ansammlung von CD´s mit Robert Sokos besten Mixen des Balkanbeats. Da viele Leute immigrieren, wird auch die Palette auf diesen CDs immer größer. Es gibt nicht mehr nur Bands aus dem sogenannten Balkan, sondern auch welche aus den USA oder Belgien auf diesen Platten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So entstand nach und nach eine nicht zu verachtende Musikszene von osteuropäischen Immigranten in der deutschen Hauptstadt. Die Liste, der Bands, deren Mitglieder größtenteils aus dem Osten kommen wächst stetig an. Neben den Berliner Erfindungen Russendisko und Balkan Beats zählen noch die Berliner Bands Miss Platnum und RotFront zu den bekannteren aus dieser Szene. Was verbindet sie? All diese Menschen sind Emigranten und haben ihre neue Heimat in Berlin gefunden. Einige, wie Miss Platnum, räumen mit den Vorurteilen des Ostens auf, andere wie Russendisko exportieren die Musik aus ihren Heimatländern und nehmen sie neu auf oder wieder andere, wie RotFront singen einfach über ihr Leben als Immigranten in Berlin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was haben die Bands gemeinsam? - Sie sind Emigranten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den 90er Jahren brachen verschiedene Kriege in der Balkanregion aus. Krieg ist mit einer der Hauptgründe, dass viele Menschen diese Region verließen und nach Westen zogen. In Städten wie z.B. Berlin begegneten sich dann die verschiedenen Flüchtlinge, suchten in den Berliner Clubs die Musik, die sie aus ihrer Heimat kannten oder spielten sie einfach selber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wächst und gedeiht die Musik Osteuropas prächtig in Berlin. Die Musiker sind keine Berliner, prägen aber die Berliner Musikszene. Etwas, das sehr typisch für die deutsche Hauptstadt ist. Es gibt viele Menschen, die in Berlin wohnen und keine Berliner sind. Sie machen die Stadt aber zu dem, was es ist: multikulturell, offen und lebendig. „Wir sind Immigranten und sehen die Welt mit den Augen der Immigranten. Wir sind Insider und Outsider gleichzeitig.“, sagt Yuriy Gurzhy, Gitarrist und Sänger der Band RotFront.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ruth Maria Renner alias Miss Platnum, Yuriy Gurzhy, Simon Wahorn, Robert Soko, all diese Musiker sind aus den verschiedensten Gründen nach Berlin gekommen. Manchmal sind das ganz „banale“ Gründe, wie eine Heirat, manchmal sind es die besseren Lebensumständen die sie und ihre Familie nach Berlin zog. Aber sie sind geblieben, weil ihnen das Leben in der bunten Hauptstadt gefällt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Berliner Musiker kennen sich untereinander und besuchen sich gegenseitig auf ihren Konzerten. Manchmal fällt ihnen dabei auf, dass es ganz viele Gemeinsamkeiten ihrer Musik gibt, obwohl sie aus unterschiedlichen Ländern kommen. „Wir stellen immer wieder fest,“ sagt Yuriy Gurzhy, „wenn wir uns was gegenseitig vorspielen, dass da wo einer denkt, das komme aus seinem Land, sagt ein anderer, dass habe er auch schon mal gehört und es gibt eine Aufnahme, die ist noch älter als die andere, etc“. Das, was die osteuropäischen Musiker noch verbindet, ist die Kultur und die Geschichte ihrer Länder. In den Ex-jugoslawischen Ländern (Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzogowina,  Jugoslawien, Montenegro, Kosovo und Mazedonien) sind die Sprachen, die Kultur und die Geschichte zum größten Teil ähnlich und auch das prägt, schweißt zusammen und findet sich in ihrer Musik wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Simon Wahorn, ebenfalls Mitglied der Band RotFront sieht sogar ein neues Volk entstehen, das Volk der Immigranten: „In Europa verschwinden immer mehr die Grenzen, man reist immer günstiger und schneller. Die Immigranten, die bereit sind ihr Land zu verlassen und eine neue Sprache und Kultur kennenlernen, werden ähnlich, egal woher sie kommen. Und das ist wie ein neues Volk.“ So wie in Europa die Grenzen verschwinden und der Kulturaustausch immer größer wird, so weichen auch die Grenzen in den musikalischen Genres auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Der Klang der Volksmusik in Südosteuropa&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Volksmusik gibt es in Hülle und Fülle. Sie wird meist durch Mundpropaganda übertragen und deswegen verändert sie sich auch sehr schnell. In den Ländern Südosteuropas erklingt die Musik nie allein, sondern sie ist immer mit dem Tanz verbunden. Die Volksmusik dieser Länder lässt sich schwer zusammenfassen, da die Musik sehr unterschiedlich ist. Ein paar Gemeinsamkeiten könnte man z.B. in der Rhythmik und der Melodik finden. So werden oft ungerade, schnelle Rhythmen im z.B. 7/8 , 9/8, 11/8, 13/8 &amp;ndash; Takt genutzt und andere Melodie-Skalen, in denen auch Vierteltöne vorkommen. Diese Rhythmen und Melodie-Skalen sind bei uns nicht typisch, weshalb uns die Musik neu und interessant erscheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In all den „Balkan-Ländern“ gibt es die verschiedensten Instrumente von Flöte über Dudelsack bis zu Blasorchestern. Besonders die letzteren tauchen oft in der Musik der neuen Balkanwelle auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere typische Art der südosteuropäischen Volksmusik sind die Volksgesänge. Von Bulgarien bis Slowenien sind sie sich sehr ähnlich. Sie werden mehrstimmig gesungen, wobei es von Ort zu Ort unterschiedliche Stilarten gibt. In Westserbien z.B. wird in Sekundabständen, in Zentralserbien häufig in Terz- oder Quint-Abständen gesungen. In Rumänien, ein Land das eigentlich nicht zum Balkan gehört, ist das auch so. Da stehen drei Frauen in einem Dreieck zueinander. Zwei Frauen stehen sich gegenüber und singen im Sekundabstand, während die Dritte, die den anderen Beiden gegenübersteht sogenannte „Jauchzer“ von sich gibt. Auch in Russland und der Ukraine gehören Frauenchöre zur typischen Volksmusik. Und ebenfalls der jüdische Klezmer-Sound ist in den Regionen des Balkans und in Russland zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So haben die Länder Osteuropas musikalische Schnittpunkte, sind aber doch sehr unterschiedlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man genau den Balkanbeats CD´s von Robert Soko oder der Musik Miss Platnums zuhört, findet man die ein oder andere musikalische Gemeinsamkeit mit der Volksmusik aus Südosteuropa.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Es entsteht eine Musik, folkloristisch gepaart mit der Moderne&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All die in diesem Artikel genannten Künstler sind in den Plattenläden u.a. unter der Rubrik „Weltmusik“ zu finden. Wobei die verschiedenen Bands gerne ihr eigenes Genre eröffnen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in der Schublade der Balkanbeatwelle möchten sich nicht alle Bands wiederfinden. RotFront möchte sich sogar eher davon distanzieren. „Da wo es tausende Bands gibt, die sich gerne dazuzählen, sagen wir, wir sind keine Balkanbeats, keine Russendisko, sondern wir sind das „Emigrantski Raggamuffin-Kollektiv“ (Yuriy Gurzhy). Mit diesem Titel ihres ersten Albums eröffnet die Band gleich ihre eigene Sparte. „Emigrantski“, dass ist russisch und bedeutet „von Emigranten“ und „Raggamuffin“ ist eine dem Rap ähnliche Spielart des Reggae, die jedoch nicht wirklich in der Musik der Berliner Band auftaucht. „Es kommt wahrscheinlich auch u.a bei uns vor, aber es ging uns eigentlich eher darum, eine eigene Sparte zu schaffen. Diese bekloppte Strategie Musik zu benennen, damit man sie besser verkaufen kann. Es war unsere Ironie. Wir dachten, wir wollen irgendwie unser eigenes Label, unsere eigene Beschriftung haben“, sagt Gurzy.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders ist es bei Miss Platnum. Sie beschreibt ihre eigene Musik als Mischung aus folkloristischer Balkanmusik und modernem R’n’B und HipHop. Für ihre neue CD „The Sweetest Hangover“ fuhr sie bis nach Belgrad, um ihrer Musik den „Balkantouch“ des Boban i Marko Markovic Orkestar´s zu verleihen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Musik, die wir bei all diesen Bands finden ist folkloristisch gepaart mit der Moderne. Vielleicht hängt das mit der heutigen Technik zusammen. Yuriy Gurzhy sieht das folgendermaßen: „Man war arm und man hatte kaum Möglichkeit eine gute Technik zu kaufen, deswegen klang das auch alles so scheiße, egal, ob ein Musiker gut oder schlecht war. Und jetzt, wo die Welt ein bisschen offener geworden ist, man bekommt richtige Instrumente, lernt mit Computer umzugehen und die Sachen aufzunehmen, klingt das alles auch besser.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Modern wirkt diese Musik, neben der besseren Technik auch dadurch, dass sich die verschiedensten Stile mixen. Bei den meisten Bands werden die volksliedhaften Melodien mit Ska, Hip-Hop, Reggae oder Elektro gemischt. Das macht die Musik dem „westlichen“ Publikum auch zugänglicher und könnte mitunter die Geheimzutat des Erfolgsrezeptes „Osteuropäischer Musik“ sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Einflüsse anderer Musiker aus Osteuropa&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Filme Kusturica´s sind dafür verantwortlich, dass die Musik des Balkans gut im „Westen“ ankommt. Mit Filmen wie „Underground“ (1995) oder „Time of the Gypsies“ (1989) zeigt der serbische Filmemacher die geschichtlichen Geschehnisse seiner Heimat mit Ernst und Humor zugleich. Untermalt sind diese Filme mit - wie kann es anders sein – Musik vom Balkan. Viele Soundtracks entstammen der Feder eines berühmtesten Komponisten dieser Region: Goran Bregović. Wie Kusturica ist auch er in Sarajevo (Bosnien-Herzogowina) geboren. Die beiden kennen sich schon seit ihrer Jugendzeit. Mit seiner Arbeit zum Kusturica-Film „Time of the Gypsies“ zeigt Bregović die Wiederkehr zu seinen Wurzeln, was auch schnell zu seinem öffentlichen Image wird. Auch seine Musik ist geprägt vom Mix der Moderne und Folklore. Er selber beschreibt sie als „zeitgenössische Musik beeinflusst von traditioneller Musik“. Er arbeitet zusammen mit dem US-amerikanischen Punkrocker Iggy Pop, der berühmtesten Sängerin aus Kap Verde Cesaria Evora und den israelischen Pionieren des Ethno-Technos Ofra Haza. Auch andere Künstler aus Osteuropa arbeiten mit Bregović zusammen. Auf dem Soundtrack zu „Underground“ finden sich mitunter Boban Markovic, dessen Blasorchester ebenfalls mit Miss Platnum zusammenarbeitet und auch auf verschiedenen Balkanbeats CD´s von Robert Soko zu finden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Musik mit politischer Aussage, ohne ein Wort von Politik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Junge osteuropäische Musiker, nicht nur aus dem Balkan, besinnen sich ihrer Wurzeln und machen Musik, die einen neuen Klang erhält. Die Musik von Robert Soko, Russendisko, RotFront, Miss Platnum und vielen weiteren Berliner Immigranten zeigt, wie Musik politisch werden kann, ohne ein Wort darüber zu verlieren. Nur die bloße Anwesenheit vieler internationaler Musiker auf einmal, die eine neue Musik kreieren reicht, um eine deutliche politische Aussage zu hinterlassen: Das Zusammenleben der Völker kann sehr gut funktionieren. Und das beweisen immer wieder Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen auf den Tanzflächen der Welt, die zu dieser Musik ihre Hüften schwingen und den Tanzboden zum Beben bringen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-3821458720368451398?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/3821458720368451398/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/02/balkanbeats-und-russendisko-musik-von.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/3821458720368451398'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/3821458720368451398'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/02/balkanbeats-und-russendisko-musik-von.html' title='Balkanbeats und Russendisko: Musik von Immigranten in Berlin'/><author><name>Viktoria</name><uri>http://www.blogger.com/profile/04485079878074339125</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-6930859840972279619</id><published>2010-01-30T16:50:00.017+01:00</published><updated>2010-02-04T11:41:58.465+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schein'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interviews'/><title type='text'>Schein</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Die Chancen sich als Funkband in Deutschland zu etablieren&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_mxIjAFGjH40/S2RWHr8p2EI/AAAAAAAAAAU/EOcFzO5C-78/s1600-h/5330_1183099782159_1368174791_30517261_5871686_n.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 320px; height: 251px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_mxIjAFGjH40/S2RWHr8p2EI/AAAAAAAAAAU/EOcFzO5C-78/s320/5330_1183099782159_1368174791_30517261_5871686_n.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5432561740571859010" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Heutzutage ist Funk Dank der beiden neuen Alben von Jan Delay wieder etwas mehr im kollektiven Bewusstsein, dennoch sprießen keine Funkbands aus dem Boden, die meisten jungen Musiker versuchen sich im Hiphop, Metal, Indierock und in letzter Zeit auch viel im elektronischen Bereich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich nun mit der 8-köpfigen Funk-Kombo „Schein“ darüber unterhalten, wie die Band ihren eigenen Stil gefunden hat, wie schwer es ist, mit Nischenmusik zu expandieren, über ihre Pläne für 2010 und natürlich über Roberto Blanco.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich treffe Georg, den Sänger, und Le Treu (Drums) im „Scheinland“, einer von der Band selbst zum Studio und Proberaum umgebauten Fabrikhalle in Freising bei München.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;&lt;span class="frage"&gt;&lt;strong&gt;Inpopnito:&lt;/strong&gt; &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Euer neues Album heißt „wir sind der Funk“, wie sieht dieses „wir“ bei einer 8-köpfigen Band aus? Wie schreibt man in einer so großen Gruppe Songs?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Georg:&lt;/strong&gt; Grundsätzlich ist es so, dass wir die Songs nicht zu acht schreiben, wir spielen gerne zu acht live, weil das natürlich unglaublich viel Spaß macht, aber eigentlich schreiben wir die Lieder zu viert. Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang. Manche erjammen wir die Sachen, manchmal kommen von mir textliche Ideen, denen wir versuchen ein Gewand zu geben. Aber ganz viel macht unser Bassist, der M.W., der schreibt viel am Computer und dann spielen wir das erstmal zu viert, die Bläser sind im Songwriting nicht dabei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;" class="frage"&gt;Die stoßen dann also erst später dazu. Bekommen die dann notierte Linien oder werden diese selbst erarbeitet?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;G:&lt;/strong&gt; Teils teils, manchmal haben wir schon Ideen und dann wird das mit Bläsern im Vorhinein arrangiert, oder die Jungs haben selber gute Gedanken, sind ja alles tolle Musiker.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;" class="frage"&gt;Ihr spielt seit fast zehn Jahren Funk, eine Genre, von dem man in den Jahren eurer Gründungs- und Findungsphase (um 1999) eigentlich gar nichts gehört hat. Wie und warum habt ihr damit begonnen? Was hat euch da geritten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Treu:&lt;/strong&gt; Wir spielen schon sehr, sehr lange zusammen und haben uns damals, wie fast alle Bands zu der Zeit, im Grunge beheimatet gefühlt, weil jeder, der eine Gitarre halten und 3 Akkorde spielen konnte damals Nirvana geil fand, und uns daraus dann entwickelt. Wir haben dann ohne konkreten Plan die Red Hot Chili Peppers lieben gelernt, vor allem das Jahrhundertalbum „Blood Sugar Sex Magic“, das uns dann alle inspiriert hat, doch waren ganz viele Einflüsse dabei. Der Georg hat zur der Zeit viel Selig und Keimzeit gehört. Ich hab mich dann auch eher an härterem Sound orientiert (lacht), am Anfang zumindest, und eigentlich ist dann unser Bassist, der M.W. in die Funkecke gekommen. Das hat sich dann alles vermischt und dadurch, dass wir alle den Slapsound von Flea (von den RHCP) geil fanden sind wir zu unserer Musik gekommen, aber wir waren eigentlich weiterhin offen für alles. Schließlich haben wir uns dann Kumpels mit Blasinstrumenten dazugenommen und die haben dann ein bisserl mitgespielt und daraus ist dann eine feste Bläsersektion geworden. Im Prinzip haben wir seit 2001 diesen „klassischen“ Bläsersatz (also Trompete, Posaune und Saxophon) dabei. Das hat sich dann alles in diese Richtung entwickelt. Es mutiert aber alles ständig, am Anfang haben wir uns von Tower of Power inspiriert an real Funk versucht, dann eine Jamiroquai-Phase, dann wurde es ein bisschen poppiger, aber wie schon ein paar mal erwähnt (lacht) ist Alles im Wandel. Das Einzige, was konstant ist, ist die Besetzung. Achja, Rage Against The Machine sollte man auf jeden Fall auch noch erwähnen, hat sicher auch was beeinflusst, da kommt diese Crossovergeschichte mit Sprechgesang her.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;" class="frage"&gt;Jetzt hat Jan Delay diesen Sommer sein zweites Funkalbum veröffentlicht und diese Musik dadurch in die öffentliche Wahrnehmung gebracht. Wie beurteilt ihr diese Entwicklung und glaubt ihr davon eventuell profitieren zu können?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Treu:&lt;/strong&gt; Ich finds auf jeden Fall gut, weils definitiv einfach gute Musik ist. Jan Delay legt den Fokus, abgesehen davon, dass er natürlich eher als Texter und Rapper im Vordergrund steht, auf gute Bandarbeit. Das heißt, er spielt mit einer Top-Band und er scheißt sich nichts, er orientiert sich nicht an irgendwelchen Regeln, die ganze Geschichte, gerade die aktuelle Platte ist ziemlich low und oldschoolig produziert, und das Ganze bestätigt einem schon, dass man eigene Wege gehen kann. Natürlich ist Jan Delay wahnsinnig populär, der kann eigentlich alles machen, keine Ahnung der hätte auch irgendwelche Death Metal Geschichten machen können und das wäre beachtet worden, insofern gehe ich jetzt mal nicht von einem Funk-Boom in den nächsten Jahren aus. Aber wie gesagt finde ich die beiden Alben einfach gut, wobei man sagen muss, dass wir eigentlich eher in die Funkrock oder Crossover Richtung gehen, nicht wie Jan Delay real Funk oder Discofunk machen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;" class="frage"&gt;Wie man in euren Tourtagebüchern sehen kann, seid ihr in Süddeutschland, sowie in Österreich und der Schweiz sehr präsent, im Norden geht dagegen fast gar nichts. Woran liegt das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;G:&lt;/strong&gt; Zum einen ist es allgemein teuer eine 8-köpfige Band zu buchen, aber zum anderen denke ich, dass die Gagen im Norden einfach noch schlechter sind als hier, du bekommst zum Teil überhaupt nichts für die Anfahrt und pennst in irgendwelchen abgefackten Backstageräumen, das heißt wir müssten drauf zahlen um oben zu spielen und das ist es uns dann doch nicht wert. Außerdem ist es schwer mit unserer Musik in einer fremden Stadt zu spielen, weil es nunmal nicht so einfach ist 200 oder 300 Leute zusammenzubringen, die sich alle für Funk interessieren. Dementsprechend können wir den Clubbesitzern nicht garantieren, dass ihre Läden voll werden und wir wollen einfach nicht draufzahlen, um dann vor 5 Punks zu spielen, die uns nicht kennen. Deshalb spielen wir zur Zeit viel im Süden, wo uns die Leute kennen und mögen und zu den Konzerten kommen. Klar wollen wir auch unbedingt in Berlin und so weiter spielen, aber momentan würde sich das nicht lohnen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Tr:&lt;/strong&gt; Spielen und am Ende steht eine schwarze Null, das ist Idealismus, und voll Ok, aber draufzahlen führt dann einfach zu weit. Im Prinzip lechzen wir förmlich danach im Norden zu spielen und im ganzen deutschsprachigen Raum präsent zu sein, die großen Städte abzuklappern, aber dazu muss man halt die Unkosten reinkriegen, Busmiete, Hostels und so weiter.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;G:&lt;/strong&gt; Deutschland nähert sich in der Hinsicht immer mehr England an, ich war da neulich mit einer befreundeten Band unterwegs. Die Bands pennen in wirklich ekligen Backstageräumen aufm Boden und das ist dann nicht mehr so richtig geil. Ich weiß nicht, ob das was mit der Finanzkrise zu tun hat oder der Krise der Muiskindustrie allgemein, aber es ist momentan einfach schwer gerade eine so große Band zu refinanzieren. Trotz unseres tollen Labels Red Farm Records, man muss ja mal Werbung machen, geht über Plattenverkäufe eigentlich fast gar nichts, wir finanzieren uns durch Merchandising und eben viel live spielen. Viel geht halt über T-shirts verkaufen und so. Aber ich finde es schon ziemlich geil, wie weit wir gekommen sind, das schaffen die wenigsten Bands, dass sie sich ein eigenes Studio selbst finanzieren können und für längere Touren mit 10 Gigs oder so gebucht werden. Da sind wir schon auch in bisschen stolz drauf, es gibt ja nichts Schöneres als Live die Leute zum tanzen zu bringen, und wenn sich das dann finanziell auch noch einigermaßen lohnt, ist das schon geil.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;" class="frage"&gt;Und jetzt habt ihr für euer neues Video Roberto Blanco engagieren können, wenn man den Fotos auf eurer Facebook Seite trauen darf. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;G:&lt;/strong&gt; Ja, das war eine geile Geschichte… Wir haben unsere letzte Platte „Wir sind der Funk“ aufgenommen und hatten da von der Studiozeit her noch Platz, wir wussten nicht wie viele Songs wir noch aufnehmen und dann haben die Jungs, ich war da gar nicht dabei, eine ältere Idee von mir umgesetzt, nämlich „Play that funky music, white boy“ von Wild Cherry, das kennt jeder (summt verträumt vor sich hin), eingespielt und ich hab nen deutschen Text drüber gemacht, und dann haben wir das eingesungen. Das Ganze klang dann schon ganz fett , aber wir haben uns gedacht, es wär ja ganz geil ein Feature dafür zu bekommen, der die Hook cool singt, und dann haben wir rumüberlegt, bis irgendjemand dann brainstormingmäßig Roberto Blanco in die Runde geworfen hat. Wir haben uns bepisst vor Lachen, ich mein, der Typ ist einfach ein Knaller. Dann haben wir ihm eigentlich nur spaßeshalber das Zeug geschickt und gedacht: „wird ja eh nichts…was sollte der Typ mit uns machen wollen oder vielleicht kommt er sich ja nur verarscht vor“. Und ja, 2,3 Tage später war dann aufm Anrufbeantworter der O-Ton (macht Roberto nach): „Ja Hallo hier ist Roberto, ich würde das gerne mit euch machen, es funkt sehr gut, haha.“ Und dann kam er 2 Wochen später an und hat das eingesungen und es war echt witzig. Der Typ kam echt immer gut gelaunt und relaxed rüber , muss man sagen, und dann haben wir gleich noch ein Video dazu gedreht und das Ganze ist dann schon ziemlich witzig, weil halt einfach mal Roberto Blanco zu mir meint: „Spiel die Funkmusik, du Weißbrot.“ War halt eine echt witzige Geschichte und wir hoffen mal, dass damit nächstes Jahr irgendwas geht, wir wissen noch nicht genau, wie wir das veröffentlichen, aber wir hoffen halt, dass dann vielleicht auch bookingmäßig mehr für uns möglich ist, mal schaun. Wir haben uns für 2010 überhaupt vorgenommen richtig viel zu spielen und basteln grad schon an ein paar neuen Songs für ein neues Album, ich glaube nächstes Jahr wird ein gutes für den Schein!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;" class="frage"&gt;Dann habt ihr gleich meine abschließende Frage mit beantwortet, wie's mit nächstem Jahr aussieht, ich wünsch euch alles Gute für die Zukunft und wir sehen uns dann vielleicht bald in Berlin.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="antwort"&gt;&lt;strong&gt;Tr:&lt;/strong&gt; Ja, wär echt cool, wenn demnächst was in Berlin geht, ansonsten kann man nur jedem empfehlen einfach mal unter &lt;a href="http://www.scheinland.de/" target="_blank"&gt;scheinland.de&lt;/a&gt; reinzuschauen und sich die Sachen anzuhören und wems gefällt, der kann am 26.12. zum 10. Scheinachten nach Freising kommen, da kommen neben uns noch 2 richtig gute Bands und natürlich wir, wird sicher toll!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-6930859840972279619?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/6930859840972279619/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/schein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/6930859840972279619'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/6930859840972279619'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/schein.html' title='Schein'/><author><name>Martin</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05877963894540969923</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_mxIjAFGjH40/S2RWHr8p2EI/AAAAAAAAAAU/EOcFzO5C-78/s72-c/5330_1183099782159_1368174791_30517261_5871686_n.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-2125167731349470569</id><published>2010-01-18T19:31:00.002+01:00</published><updated>2010-01-18T19:35:50.168+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Matisyahu - Light'/><title type='text'>Matisyahu, die Achte</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Light&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Martin Pfaffenzeller&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Light, der Name des neuen Albums von Matisyahu ist Programm. Es ist das Ziel des New Yorkers den Hörer mit seiner Musik zur Erleuchtung zu bringen.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Exemplarisch für den missionarischen Anspruch des Albums ist für mich der Song We Will Walk. Nach einem etwas dünnen, poppigen Part setzt, unterstützt von einem fetten, fast epischen Sound, der Chor ein, der dem Hörer die Botschaft einhämmern soll. "You are not alone", du bist nicht allein, es gibt mehr, als man anfassen kann, es gibt etwas Höheres. Man wird davon in gewisser Weise überrollt, kann das Alles einen kurzen Moment nachvollziehen, fühlt sich geborgen. Doch diese Erhellung ist zumindest bei mir nur von kurzer Dauer, etwa zwei Sekunden, dann kommt auch schon flugs der Gedanke, was dieser pathetische, kitschige Schmarrn eigentlich soll. Beim analytischen Hören dann, wenn man auf den Text achtet, wird einem das Ganze etwas unheimlich, Passagen wie "We will walk until my blood runs out, until my heart is burned" oder "Patience on top of a mountain, Pumping blood through the veins of creation" animieren nicht wirklich zum auswendig Lernen und Mitsingen.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Für "bereits Bekehrte" ist Light sicher ein tolles Album und es funktioniert live ziemlich gut, wie man bei den Live-Mitschnitten in Videoportalen oder auf der Homepage des Künstlers sehen kann, doch hier inszeniert sich Matisyahu wie auch im offiziellen Video zur Single One Day für meinen Geschmack zu sehr als Prophet.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Aufgrund dieses weltanschaulichen Aspekts fällt es mir schwer das Album rein musikalisch zu bewerten und da ich mich bisher noch nicht wirklich mit Matisyahu auseinandergesetzt habe, weiß ich nicht, ob ich das Ganze vielleicht überinterpretiere. So kann ich nur jedem raten, sich ein eigenes Bild vom polarisierenden Künstler Matisyahu zu machen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-2125167731349470569?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/2125167731349470569/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-achte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/2125167731349470569'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/2125167731349470569'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-achte.html' title='Matisyahu, die Achte'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-2815200357282071905</id><published>2010-01-18T19:28:00.002+01:00</published><updated>2010-01-18T19:36:25.400+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Matisyahu - Light'/><title type='text'>Matisyahu, die Siebente</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Light&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Martin Alex&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;&lt;strong&gt;Matisyahu bringt Licht ins Dunkle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der orthodox jüdische Amerikaner rappt und singt über seine Religion und den Frieden&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Drei Jahre war es ruhig um den vollbärtigen Musiker - ein Song wie King Without A Crown, seine Erfolgssingle aus vom letzterschienenen Album Youth, muss auch erst einmal übertroffen werden. Nun ist sein neues Album Light erschienen, mit dem sich stilistisch einiges getan hat. So ist das Album eine Reise durch alle erfolgversprechenden Genres der Popmusik geworden. Von Rocksongs wie So Hi So Lo über R'n'B anmutende Tunes, wie bei We Will Walk bis zum Hip Hop-Feeling in Smells Lies ist alles dabei.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Mit der ersten Single One Day hat Matisyahu ein wirklich großes Stück Musik abgeliefert. Das Rezept macht schon beim Lesen Geschmack: Man nehme einen kräftigen Bass, eine eingängige Hug Line sowie etwas Synthi-Gespiele und lässt das Ganze zu einer ausgefeilten Produktion mit auffälligen Effekten langsam garen. Fertig ist eine Hymne, in der man förmlich die Sonne aufgehen sieht.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu dieser Single ist der Rest des Albums eher durch stark verzerrte Gitarren dominiert. Wen wundert es, wenn David Kahne (The Strokes, McCartney) das Album produziert hat. Matisyahu als Reggae-Artist zu betiteln wäre folglich nicht vertretbar. Zu unterschiedlich und zu untypisch Reggae klingen die Songs. Auch wenn Beat-Bezogenheit und Synthi-lastiger Sound nicht unbedingt im Widerspruch zum Reggae stehen muss, ein typisches Feeling kommt trotzdem nicht auf.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Die Besetzung erinnert mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard und Gesang auch eher an eine Rock-/Indie-Combo. Matisyahu geht seinen eigenen Weg – sollte man meinen - dabei fällt beim Hören des Albums auf, dass der gute Matthew Miller hier kein Risiko eingehen will. Keine gewagten Kunstgriffe, sondern eher standardisierte und fast schon überproduzierte und "verpoppte" Songs sollen ein breites Publikum ansprechen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-2815200357282071905?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/2815200357282071905/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-siebente.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/2815200357282071905'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/2815200357282071905'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-siebente.html' title='Matisyahu, die Siebente'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-5235283818416980137</id><published>2010-01-18T19:26:00.001+01:00</published><updated>2010-01-18T19:36:25.400+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Matisyahu - Light'/><title type='text'>Matisyahu, die Sechste</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Light&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Elisabeth Loose&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="fullpost"&gt;Immer wieder wurde das Erscheinungsdatum von Light verschoben. Sollte Matisyahus 3. Album eigentlich Anfang 2008 auf den Markt kommen, so ist es nun Oktober 2009 geworden. Hat sich das Warten gelohnt?&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Im gesamten Album verbindet Matisyahu Elemente des Reggae, Rap und auch Rock und kreiert damit seinen ganz eigenen Stil. Schwere, klebrige Bässe in We Will Walk auf der einen Seite, zurückhaltende Gitarrenbegleitung in Silence auf der anderen. Er versteht sich darauf, eine enorme Vielseitigkeit in seinen Songs unterzubringen und setzt damit Themen wie Glaube oder Liebe gekonnt in Szene. Besonderer Leckerbissen dieser Platte: One Day. Ungewöhnlich instrumentiert für ein Reggae-Stück (z.B. Streicher im Hintergrund) macht das in Verbindung mit dem Text gerade den Reiz der Nummer aus. Es geht weniger um Religion wie in seinem letzten Album, sondern um Freiheit, Frieden, Gleichheit. So abgegriffen das scheinen mag, dem jüdischen US-Amerikaner gelingt es diese Themen neu und vor allem unverbraucht zu verpacken. Er selbst betont in einem Interview: "One Day is the song I’ve been wanting to make since I started my career,[…] It is an anthem of hope with a big beat — the kind of song that makes you bob your head and open your heart at the same time." Er hat Recht, dieser Song wie auch das Album öffnen beim Zuhören das Herz. Das Warten hat sich gelohnt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-5235283818416980137?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/5235283818416980137/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-sechste.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/5235283818416980137'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/5235283818416980137'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-sechste.html' title='Matisyahu, die Sechste'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-3025544887539459369</id><published>2010-01-18T19:24:00.001+01:00</published><updated>2010-01-18T19:36:25.400+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Matisyahu - Light'/><title type='text'>Matisyahu, die Fünfte</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Light&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Henrike Gallmeister&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Light – der vielversprechende Titel des neuen Albums Matisyahus. Was können wir diesmal von dem New Yorker Raggae- und Hip-Hop-Artist erwarten? Einen leichten Mix aus Raggae, Dancehall und Pop, ähnlich wie in seinem ersten Album Youth? Oder spielt der Name eher auf die spirituellen Elemente seiner chassidisch-jüdischen Wurzeln an?&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Beim ersten Hören zumindest fäll es eher schwer, den bärtigen Mann mit schwarzem Hut und Mantel mit den Tunes der CD in Verbindung zu bringen. Doch schon die einleitenden Klänge des ersten Tracks Smash Lies haben einen orientalischen Touch und schlagen sofort die Brücke zwischen jüdischen Melodien und hartem Dancehall. Auch die Genres aller weiteren Songs decken ein schwindelerregendes Musikspektrum ab. So begibt sich Matisyahu auf eine akustische Reise von New-Wave-Ska (We Will Walk) und entspanntem Rock-Pop (So Hi So Lo) über Singer/Songwriter-Charme (I Will Be Light) bis hin zu knackigen Dancehall-Beats (Motivate).&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Spätestens in dem abschließenden Gebet (Silence) glaubt man dem 29-jährigen seine Botschaft: "Ich möchte, dass meine Musik eine Bedeutung hat, dass sie Menschen berührt und sie zum Nachdenken anregt." Seine Lieder sind beeinflusst und inspiriert von der Religion, der Lehre, die ihn inspiriert. In seinen Texten möchte der Künstler den wesentlichen Dingen auf den Grund gehen und ihre Essenz begreifen.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Genau diese Motivation verleiht dem Album eine spirituelle Kraft und einen inneren Glanz, wie man es seit Bob Marley nur noch selten in der Reggae-Branche findet.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Will man nun das Album Light in eine Genre-Schublade stecken, so tut man wohl besser daran, die Musik als einen komplexen musikalischen Mix zu verstehen, der jegliche Bandbreite des akustischen Spektrums abdeckt. Es sprengt einfach jegliche Erwartungen und lässt den Zuhörer stets in Ungewissheit, wohin sich die Reise des nächsten Songs begeben mag.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;"Jeder scheint es Raggae zu nennen, ich nenne es Musik.", sagt Matisyahu selbst über seine neue Platte, die eine ganz eigene Dynamik hervor bringt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-3025544887539459369?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/3025544887539459369/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-funfte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/3025544887539459369'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/3025544887539459369'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-funfte.html' title='Matisyahu, die Fünfte'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-1597206310506641436</id><published>2010-01-18T19:22:00.001+01:00</published><updated>2010-01-18T19:36:25.401+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Matisyahu - Light'/><title type='text'>Matisyahu, die Vierte</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Light&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Friederike Schmidt&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;„Mit der Weiterentwicklung meines Musikgeschmacks habe ich meinen eigenen Sound und meine Stimme neu entdeckt“.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Diesen Eindruck gewinnt auch der Rezipient der neuen Platte Light des Künstlers Matisyahu. Es ist sein drittes Album, welches nach fast dreijähriger Schaffensphase dem Album Youth gefolgt ist. Der Künstler, ein von jüdischen Eltern liberal erzogener Amerikaner, hat in seiner Jugend auf der Suche nach seiner Zugehörigkeit als Folge einer Jerusalem-Reise zum chassidischen Judentum gefunden und seine Musik seither mit jiddischen und hebräischen Inhalten gefüllt. Im Vergleich zu seinem letzten Album sind pure jüdische Inhalte jedoch rarer geworden und Texte friedensstiftenden Charakters finden Raum.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Musikalisch lässt sich der Sound nicht so einfach einer Stilrichtung zuordnen. Die Arrangements sind sehr vielfältig, sodass man genau hinhören muss, um die vielen Details und verschiedenen Stile zu entdecken. Dem letzten Album zufolge ist es nicht falsch, die Musik dem Reggae zuzuordnen, letztendlich gibt es jedoch eine Weiterentwicklung in der Musik, dessen vielfältiges Ergebnis Aufmerksamkeit geschuldet ist. Von rockigen Gitarrensounds, über Hip-Hop/Rap mit Beatbox, begegnet man Elementen aus dem Dub, sowie poppigen Refrains und Gesangspassagen, sogar unter Einsatz eines Kinderchores, die für schöne Ohrwürmer sorgen. Geigen-, Cello- und Klavierbackgrounds verschaffen dramatische Höhepunkte. Die Kompositionen haben eine gewisse Anziehungskraft, vielleicht aufgrund des spirituellen Hintergrundes, in dessen Zusammenhang Matisyahu den "chassidischen Reggae" geprägt hat, und dabei versucht, eine Verbindung zwischen klassischem Judentum und der Moderne zu schaffen. Nicht grundlos hat das Magazin Esquire ihn als den "faszinierendsten Reggaekünstler der Welt" bezeichnet. Sowohl seine Welt der Musik, als auch die Geschichte des Menschen Matisyahu, der dahinter steckt transportieren eine wertvolle Botschaft von Liebe, Werten und Moral, die sehr hörenswert ist.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-1597206310506641436?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/1597206310506641436/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-vierte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/1597206310506641436'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/1597206310506641436'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-vierte.html' title='Matisyahu, die Vierte'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-131602465004292871</id><published>2010-01-18T19:20:00.002+01:00</published><updated>2010-01-18T19:36:25.401+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Matisyahu - Light'/><title type='text'>Matisyahu, die Dritte</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Light&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Laura Weber&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Matisyahu meldet sich nach drei Jahren intensiver Arbeit mit seinem neuen Album Light zurück. Bereits mit dem letzten Album feierte der chassidisch-jüdische Künstler mit dem markanten Bart und eingängigen Reggae-Klängen beachtliche Erfolge und landete mit King Without A Crown einen Top-40-Hit. Mit Light liefert der inzwischen 29-jährige New Yorker eine neue Spitze in der Geschichte seines Schaffens.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Der Sound lässt sich nicht mit drei Worten abtun, zu viele verschiedene Stile treffen in dem Werk aufeinander. Er vereint Reggae, Funk, Pop und Soul bis Rock und Elektro und sorgt musikalisch somit für Abwechslung. "Mit der Weiterentwicklung meines Musikgeschmacks habe ich meinen eigenen Sound und meine Stimme neu entdeckt", beschreibt er die Vielfalt der 14 Songs. Mit diesem Schritt ermöglicht er einerseits dem weniger Reggae-affinen Hörer den einen oder anderen Ohrwurm, wird aber vielleicht eingefleischte Stammhörer nicht vollends zufrieden stellen können. Teilweise wirken einige Titel wie We Will Walk oder Escape mit einem breiten Spektrum an Effekten überladen und überproduziert. Richtig klassische Reggae- oder Dancehallsounds finden sich nur in wenigen Songs wie Struggla und Thunder, ansonsten dominieren Passagen und Elemente die einem oft bekannt vorkommen und sich leicht einprägen, wie die Melodieführung in One Day mit dem hymnenartigen Refrain. Einen Bruch bringt der lieblich, träumerische Abschlusssong Light, der meditativen Charakter besitzt und an dieser Position perfekten Ausklang bietet.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Textlich bewegt sich Matisyahu in üblichen Thematiken wie Freundschaft, Liebe und das Leben. Der religiöse Zeigefinger wird nicht erhoben, auch wenn er aus seinem Glauben kein Geheimnis macht.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Mit Light erwartet den Hörer ein abwechslungsreiches Album eines vielseitigen Künstlers, das keine Langeweile aufkommen lässt und sowohl zum Nachdenken, als auch zum Träumen und Tanzen anregen kann.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-131602465004292871?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/131602465004292871/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-dritte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/131602465004292871'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/131602465004292871'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-dritte.html' title='Matisyahu, die Dritte'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-2824360714861115374</id><published>2010-01-18T19:18:00.002+01:00</published><updated>2010-01-18T19:36:25.401+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Matisyahu - Light'/><title type='text'>Matisyahu, die Zweite</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Light&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Julia Wechler&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Matisyahu – nach seiner erfolgreichen Platte Youth erscheint nun das zweite Album des chassidisch-jüdischen Künstlers aus New York. Die neue Produktion Light wirkt im ersten Augenblick wie sein Vorgänger, doch die vierzehn von David Kahne produzierten Songs zeigen ein enorm breites musikalisches Spektrum. Einiges ist noch beim Alten geblieben und so passen beispielsweise die erste Singleauskopplung One Day oder der Song Thunder unter sein Reggae-Etikett.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Der bärtige Mann mit Hut zeigt jedoch mit der Platte seine wachsende Bandbreite. Es geht eindeutig beatlastiger zu als noch bei Youth und neben Reggae- und HipHop-Elementen sind u. a. auch Rock-Pop (So Hi So Lo), Dancehall (Motivate, Smash Lies) und Folksoul (I Will Be Light) vertreten. Er präsentiert sich als ungemein wandlungsfähiger Vokalist und auch instrumental ist von Elektrospielereien (For You) über Streichermelodien (So Hi So Lo) und breiten Gitarrenwänden (Darkness Into Light) alles vertreten.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Das Album schickt den Hörer auf eine Reise und hält ständig neue Überraschungen bereit. Light ist eine gelungene zweite Runde des Matisyahu und auch wenn sich die Musik geändert hat, ist die Botschaft seiner Songs doch die gleiche geblieben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-2824360714861115374?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/2824360714861115374/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-zweite.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/2824360714861115374'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/2824360714861115374'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu-die-zweite.html' title='Matisyahu, die Zweite'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-2466189739987269428</id><published>2010-01-18T19:15:00.001+01:00</published><updated>2010-01-18T19:36:25.401+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Matisyahu - Light'/><title type='text'>Matisyahu</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Light&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Mike Korsonewski&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Matisyahu hat seit diesem Herbst ein neues Album auf Sony BMG veröffentlicht. Als es vorletzten Monat auf dem deutschen Markt erschien, wurde heiß darum diskutiert: Wohin geht der junge Dancehall-Reggae-Nachwuchskünstler!? Eine Ausnahmepersönlichkeit ist er in der Vergangenheit auf jeden Fall gewesen. Leider muss man von seiner neuen Scheibe ein nüchternes, enttäuschtes Fazit ziehen.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Mit dem ersten Track Smash Lies macht Matisyahu den Sound des Albums klar. Überladene Dancehallbeats, mit fetten Downbeats überraschen den Hörer nicht mehr. Es fällt einem schwer, seinem Textaufruf "dream away" zu folgen, vielmehr reiht er sich in das einfache Party-Yeah-Hip-Hop Genre um LilJohn und Freunde ein. Die weiteren Songs von "Light" schrammen an der erhofften Innovation Matisyahus vorbei, die er vor drei Jahren auf "Youth" brachte. Mit Struggla reflektiert er nochmal auf das Macho-Image, welches er im Album präsentiert, und versucht dieses gleichzeitig zu kritisieren. Unglücklicherweise unterstreichen seine Clapbeats und Bassdrumarrangements die allgemein zu prollige Note des Albums. Kontrast versucht Matisyahu durch Tracks wie I Will Be Light, We Will Walk oder For You zu geben. Doch was für ein Kontrast ist das!? Während I Will Be Light wenigstens auch ein unbeschwertes Gefühl vermittelt, teilweise durch drollige Backing-Vocals und kitschige Lyrics, sind We Will Walk und besonders For You Pop-Songs First Class à la Britney Spears.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Einzig und allein Darkness Into Light vermittelt ein besseres Bild auf diesem Album. Rockige Gitarrenparts und abwechslungsreiches Composing machen den Song zu einem Klangerlebnis. Mit Sonderteilen, bestechend durch flippige Mundakrobatik, zeigt Matisyahu leider erst beim 11. Track (von insgesamt 13 auf der Platte) seine Fähigkeiten.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Mit 2009 und Light tut sich für Matisyahu nicht die beste Albenproduktion auf und man muss hoffen, dass der einstige jüdische Dancehall-Reggae-Nachwuchskünstler sich in Zukunft weniger von den Pop-Reglern im Studio hinreißen lässt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-2466189739987269428?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/2466189739987269428/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/2466189739987269428'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/2466189739987269428'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/matisyahu.html' title='Matisyahu'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-374129238066231191</id><published>2010-01-18T19:12:00.003+01:00</published><updated>2010-01-18T19:36:52.847+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fleur Earth - Es Entstehen Wesen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><title type='text'>Fleur Earth, die Zweite</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Es Entstehen Wesen&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Johannes Maibaum&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Die Tatsache, dass ihr letztes Album erst im März diesen Jahres erschienen ist, ist für Fleur Earth kein Grund sich zurückzulehnen. Getreu ihrer im Track „Spiegelbild“ proklamierten Forderung „die Welt braucht mehr vom guten Sound“, wirft die Künstlerin mit „Es entstehen Wesen“ ihre bereits dritte Silberscheibe binnen 13 Monaten beim Kölner Label Melting Pot Music (MPM) auf den Markt. Doch nachdem sie auf „Soul des Cabots“ (März 2009) mit ihrer Band „Fleur Earth Experiment“ zu hören war, besinnt sich die junge Sängerin nun wieder auf das eher minimalistische, Lineup ihrer Debüt-EP „Skurreal“ (September 2008). Zwar sind in einzelnen Tracks Gäste wie C:Mone, Hulk Hodn, Frank Nitt, Retrogott und Daan (Rhodes) zu hören, doch den Löwenanteil leisten zwei Personen: Fleurs charakteristischer Sprechgesang wird von den Beats aus der Feder ihres Freundes und Bandkollegen aus dem Experiment Twit One untermalt.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Dieser erweist sich ein weiteres Mal als Garant für einen sehr ausgewogenen und entspannten, geradezu smoothen Sound, der nie überladen daherkommt. Musikalisch bedient sich Twit One sowohl im klassischen Soul der 70er und im frühen Hip-Hop, aber auch Ausflüge in jazzigere Gefilde hört man beispielsweise in „Warf's Tuch“. Hier werden ein weiteres Mal Fleur Earths Einflüsse deutlich, die zu großen Teilen für ihren Erfolg in dieser kurzen Zeit verantwortlich sind. Denn ihr „Straßenkötersoul“ grenzt sich dadurch erfrischend ab von den opulenten R'nB- und HipHop-Veröffentlichungen, die in den letzten Jahren zuhauf den Weg über den Atlantik schafften.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Und es kann nur von Vorteil sein, wenn eine deutschsprachige Soul-Künstlerin ihre lyrische Inspirationsquelle mit Goethe und nicht mit Xavier Naidoo benennt. Die Erfolge des Mannheimer Sohns in allen Ehren, doch innovativ war dieser in den letzten Jahren selten. Was Fleur Earth hier jedoch vorlegt, ist in keinster Weise altbacken oder banal. Ihre Texte strotzen vor Geheimnissen, die einem lange Zeit keine Ruhe lassen, und einen die Scheibe immer und immer wieder hören lassen.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Man darf gespannt sein, wie lange wir wohl auf die nächste Scheibe warten müssen – hoffentlich nicht allzu lang. Doch nutzen wir die Zeit bis dahin, um „Es entstehen Wesen“ auf uns wirken zu lassen. Denn diese Musik ist es wert, ja verlangt es aufgrund ihrer textlichen Tiefe geradezu, sie mit Bedacht zu genießen. Sie entspannt und fordert zugleich heraus, ihre Geheimnisse zu ergründen, denn bloß zu konsumieren wäre bei Fleur Earths Soul reine Verschwendung. Mit Fleurs Worten aus „Warf's Tuch“ gesprochen: Ich „danke nochmals für diese Flut“!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-374129238066231191?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/374129238066231191/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/fleur-earth_18.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/374129238066231191'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/374129238066231191'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/fleur-earth_18.html' title='Fleur Earth, die Zweite'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-8844369530745654967</id><published>2010-01-18T19:10:00.001+01:00</published><updated>2010-01-18T19:37:14.611+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fleur Earth - Es Entstehen Wesen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><title type='text'>Fleur Earth</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Es Entstehen Wesen&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Gregor Feller&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Das FLEUR EARTH EXPERIMENT sprießt ab Oktober 2009 erneut aus dem Untergrund hervor und wird eventuell nie wieder dahin zurückkehren. Musik aus dem Wohnzimmer für das Wohnzimmer, die in lyrischer Offenheit ein weiches, wohltuendes Tuch zum Einfühlen bereit hält.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Die erdverbundene Blume „Fleur Earth“, Sängerin und Zentrum des Experiments, hat ihre Wurzeln auf vielen Böden der Welt getrieben. Gesprossen in der DDR wuchs sie in früher Jugend ihrer gefühlten Heimat, der Republik Kongo, entgegen, um darauf, und bis heute, als Afro-Deutsche ihre Blüten in Köln zu tragen. Durch Mitmusiker unterstützt pulsiert die afrikanische Seele im eigenständigen Klanggewand und gibt die erstaunlich authentische deutsche Antwort auf die Fragen nach neuem Soul. Der neueste Pollenflug geht vom fruchtbaren Langspieler „Es entstehen Wesen“ (Titel des neuen Albums) aus, der durch warme Brisen gesendet, viele neue bodennahe Wesen erschaffen dürfte. Ließt man die Botschaften der neuen Wesen scheint es fast als könnten Blumen aufgrund ihrer lyrischen Botschaften schreien, bleiben dabei aber dennoch ihrem sanften, melancholischen Äußeren treu. Destilliert man ihre Gesamtheit bleibt vom Ruf nach Freiheit und Neuerschaffung ein entspannendes Gefühl der Stärke zurück, denn: „Alles fließt in eine Richtung“ (Songtext-Zitat); nicht nur beim direkten, akustischen Empfang der Wesen, sondern auch danach, wenn aus stiller Musik, die doch so laut ist, wieder Stille wird.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-8844369530745654967?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/8844369530745654967/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/fleur-earth.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/8844369530745654967'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/8844369530745654967'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/fleur-earth.html' title='Fleur Earth'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-6068057841998646475</id><published>2010-01-18T19:05:00.003+01:00</published><updated>2010-01-18T19:38:39.761+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ghana Special - Modern Highlife Afro-Sounds Ghanaian Blues 1961-1981'/><title type='text'>Ghana Special</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Modern Highlife, Afro-Sounds, Ghanaian Blues 1961-1981&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Anja F&amp;uuml;rstenberg&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Mit schnellen Funkrhythmen, kraftvollen Blechbläsereinsätzen, gemütlichem Reggae und melodiösen Soulstimmen, lädt das Album zu einer musikalischen Reise nach Ghana ein.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Ghana Special enthält 33 originale und zuvor noch nicht veröffentliche Songs aus Ghana. Miles Cleret, DJ, Produzent und begeisterter Liebhaber afrikanischer Musik kam bei einer Reise durch Afrika auf die Idee unbekannte Musik zu sammeln. Daraufhin entstanden mehrere Alben mit Funk- und Fusionmusik aus Afrika. Darunter auch die Sampler Ghana Soundz Volume 1&amp;2. Sein jahrelanges Reisen durch Ghana und Suchen nach unbekannter Musik in alten Plattenläden, bei Musikern, DJ's und Produzenten hat sich auch für sein drittes Album wieder vollkommen gelohnt.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Die Songs der verschiedenen Bands auf der Platte verdeutlichen, dass afrikanische Musik mehr als nur einfache Weltmusik ist. Vielmehr ist ein vielfältiges Verschmelzen zahlreicher Stilrichtungen zu finden. Musik spielte in Ghana schon immer eine wichtige traditionelle Rolle und war ein wichtiger Teil des Lebens. Unter dem Einfluss der westlichen Musik verbanden junge Musiker die vielfältigen traditionellen Perkussionstile mit neuen musikalischen Elementen des Jazz, Beat-style, Psychedelic u.a. Besonders in den 60er und 70er Jahren bildete sich in Ghana ein besonderer Fusionstil.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Auf traditionellen Percussioninstrumenten werden Funkrhythmen gespielt. Neben elektrischen Gitarren-, Bass- und Keyboardklängen ertönen kraftvolle Bläser, die rhythmisch vielfältige (Akoko Ba) oder melodieführende und singbare Parts (Enuanom Adofo) in den Stücken übernehmen. Kraftvolle Trommelpassagen, lassen den traditionellen Einfluss afrikanischer Rhythmen und Perkussionstile erkennen. Bei Stücken, wie You Can Go ergeben diese lebhaften Rhythmen zusammen mit den Stimmen der afrikanischen Sänger, im Wechsel mit den melodischen Bläsern wunderschöne tanzbare „Gute-Laune-Musik“.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Neben tanzbaren, lebhaften Stücken sind auch Songs, wie Tamale zu hören. Diese sind nicht weniger vielfältig, wirken durch langsamere kraftvolle afrikanische Gesänge und Bläsermelodien jedoch eher ruhig.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Mögen die afrikanischen Stimmen der Sänger und untypischen Klänge und Harmonien der Instrumente für das ein oder andere europäische Ohr auch ungewohnt klingen, sollte man ihre Vielfältigkeit genießen und sich von den lebendigen Rhythmen zum Tanzen einladen lassen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-6068057841998646475?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/6068057841998646475/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/ghana-special.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/6068057841998646475'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/6068057841998646475'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/ghana-special.html' title='Ghana Special'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-1944712062993032420</id><published>2010-01-18T19:01:00.004+01:00</published><updated>2010-01-18T19:39:31.930+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Editors - In This Light And On This Evening'/><title type='text'>Editors, die Fünfte</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;In This Light And On This Evening&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Michael Kwast&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;"Für uns stand von Anfang an fest, dass wir ein dramatisches drittes Album aufnehmen wollten. Und wir wollten die Bilder vor unseren Augen in Musik übersetzen", so Smith.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Wir treiben in der kühlen, industriellen Nüchternheit einer scheinbar "gottverlassenen" Stadt. Dreck. Dunkelheit. Einsamkeit. Die einzigen Indikatoren humanen Lebens scheinen Neonlichter der entfernten Skyline zu sein. Wir laufen, schwitzen, suchen. Plötzlich und unverhofft ein Lebenszeichen, dass so schnell wie ein Schmetterling auch wieder verschwunden ist. Wir sind in düstere Kälte eingesogen, wieder allein und suchen weiter. - Die Suche der britischen Band Editors scheint mit ihrem neu erschienen Album und der vorab veröffentlichen tanzbaren Synthie-Single Papillon ein vorläufiges Ende zu haben. Der kleine Schmetterling muss sich jedoch gegenüber den düsteren, zumeist sehr kraftvollen künstlichen Beats geschlagen geben, die, wie schon bei den zwei Vorgängern, durch die raue Bass-Stimme von Tom Smith vorangetrieben werden, um dann meist von einem Gitarreninferno aufgesogen zu werden. Dramatisch für den Schmetterling, musikalischer Hochgenuss für uns!&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Mit ihrem kompromisslosen, dritten Album In This Light And On This Evening setzt das Quartett aus Birmingham um ihren Sänger Tom Smith ein klares Statement und ebnet den Weg zu neuen elektronischeren Sounds, bei denen die vier Jungs von Produzent Mark 'Flood' Ellis (Depeche Mode, U2, Nine Inch Nails) unterstützt wurden. Nach dem ersten Album The Back Room (2005) und An End Has A Start (2007) flattern sie weiterhin im Erfolgswind der fast schon inflationär verwendeten, klinischen Synthie- und Keyboardhooklines.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Verstörend, betörend - Das düstere, maschinell wirkende Gesamtpacket In This Light And On This Evening wurde mit altbewährter Technik ausgestattet. Das schier unerschöpfliche Repertoire der Editors bestehend aus schrammeligen Leidensakkorden, Themen um enttäuschte Liebe, der Verlust von Vertrauen in jene, die uns regieren und eine gottlose Welt werden passender Weise mit künstlich klingenden Gitarren des großen 80er Weltschmerzes gepaart. Die neue Symbiose könnte aus der veränderten Lebenssituation der Bandmitglieder resultieren, die sich, bis auf den Schlagzeuger Ed Lay, nicht mehr in Birmingham, sondern in den Metropolen London (Tom Smith) und New York (Bassist Russell Leech, Gitarrist Chris Urbanowicz) tummeln, was sich in der kühleren, urbaneren Atmosphäre des Albums widerspiegelt. Dass das Produkt nun völlig anders klingt, wäre jedoch übertrieben.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Ausgehend vom Purismus des ersten Tracks In This Light And On This Evening, indem mantraartig „I swear to God“ als Beschwörungsformel durch die Boxen dringt, kulminiert die permanent bedrückende Stimmung im eigenwilligen, schwer konsumierbaren "Eat Raw Meat = Blood Drool".&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Der Drang nach Eskapismus vs. der Suche nach einem Ausweg oder einer (Er-)Lösung - Alles in Allem überzeugt das Album mit grandios-simplen Tracks, die schlicht und ergreifend große Poptunes darstellen... einfacher: sind. In This Light And On This Evening symbolisiert eine düstere Schönheit, so bizarr wie gefühlvoll.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-1944712062993032420?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/1944712062993032420/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/editors-die-funfte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/1944712062993032420'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/1944712062993032420'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/editors-die-funfte.html' title='Editors, die Fünfte'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-4934983711470462056</id><published>2010-01-18T18:59:00.002+01:00</published><updated>2010-01-18T19:39:49.281+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Editors - In This Light And On This Evening'/><title type='text'>Editors, die Vierte</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;In This Light And On This Evening&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Franziska Schuh&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Wenn es einen Soundtrack zur Winterdepression gibt, dann wohl die jüngst erschienene dritte Platte der britischen Band Editors. Der Longplayer mit Namen In This Light And On This Evening nimmt den Hörer mit auf eine schaurige Reise durch eine dunkle Nacht, in eine düstere Stadt, in eine hoffnungslose Welt. Schon der gleichnamige Opener erinnert so gar nicht an die vergangenen Platten The Back Room oder An End Has A Start. Thematisch strotzten ebendiese auch nicht vor Heiterkeit – doch nun klingen die Editors weitaus hoffnungsloser, düsterer und noch verzweifelter als auf den Vorgängern.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Die frühere Last der Band war wohl der ewige Vergleich mit der musikalischen Übergröße Interpol, die ab 2002 fast alle Kritiker mit ihrem New Yorker New-Wave-Post-Punk begeisterte. Nun aber können Joy Division Fans oder Depeche Mode Anhänger hellhörig werden: In This Light And On This Evening klingt wie ein Sound-Potpourri der Dark-Wave bzw. Synthie-Pop Koryphäen. Was nicht unbedingt schlecht sein muss – es ist eben nur etwas einfallslos. Allerdings sind wohl Sänger Tom Smith und Konsorten nicht allein Schuld an dieser Misere: Produzent der düsteren Platte ist Mark Ellis, besser bekannt als Flood, der auch schon die Alben von Depeche Mode, U2 und Nine Inch Nails abmischte.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Egal ob Text oder Hookline, alles an der Platte erinnert an irgendetwas – an Winter beispielsweise, oder an Ian Curtis' dunkle Stimme. Gerade der eingängigste, ja regelrecht tanzbare Song Papillon erinnert gar an eine ganze Dekade: die 80er.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Eine Gemeinsamkeit des neuen Albums mit seinen Vorgängern ist die Monotonie, in die die Platte nach der Hälfte der Songs abdriftet. Hört man nicht aufmerksam zu, sind nach dem fünften oder sechsten Track nur wenig Unterschiede zwischen den einzelnen Liedern auszumachen, sie verschmelzen auf groteske Weise zu einem Ganzen, das – nicht nur in Dauerschleife gehört – etwas zu eintönig klingt.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Doch trotz all dieser Umstände und abgesehen von dem Pathos, der bei den Editors nun Einzug hält, ist In This Light And On This Evening kein schlechtes Album. Die Platte lässt sich leicht nebenbei hören, man kann sich entführen lassen in eine dunkle, hoffnungslose Welt und dabei hoffen, dass die Editors nicht ebenso den Plan verfolgen große Stadien zu füllen, wie es schon die Killers oder U2 taten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-4934983711470462056?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/4934983711470462056/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/editors-die-vierte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/4934983711470462056'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/4934983711470462056'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/editors-die-vierte.html' title='Editors, die Vierte'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-8643815095464631880</id><published>2010-01-18T18:56:00.002+01:00</published><updated>2010-01-18T19:39:49.282+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Editors - In This Light And On This Evening'/><title type='text'>Editors, die Dritte</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;In This Light And On This Evening&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Maja Sch&amp;auml;fer&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Eine Entwarnung vorab: An dieser Stelle werdet ihr euch nicht mit dem zigtausendsten Interpol-Editors-Vergleich konfrontiert sehen müssen und auch redundante Parallelen zu Joy Division bleiben euch erspart – versprochen. Auch wenn gerade letztere Assoziationskette beim neuen Editors-Album In This Light And On This Evening durchaus ihre Berechtigung hätte, denn das dritte Werk der Editors aus Birmingham ist – man glaubt es kaum – noch düsterer und morbider ausgefallen als seine Vorgänger. Aber wie heißt es so schön: Versprochen ist versprochen und deshalb kein Wort mehr zu Ian Curtis und Co.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Schon der namengebende Opener weist die Richtung: Tom Smith singt in der ersten Songzeile mit gewohnter Grabesstimme: „I swear to God“ – letzterer Kollege wird uns in den 9 Tracks übrigens noch öfter begegnen, insgesamt ganze 14 Mal, so dass die Songs zum Teil eher wie opulente Kirchenlieder wirken als wie die Aufnahmen der neuen Platte einer Rock-Band. Es bleibt nämlich nicht nur beim Gottesschwur, der Allmächtige soll darüber hinaus gefälligst aufhören sich so furchtbar ignorant zu geben und sich bitte melden – der Unmissverständlichkeit halber möglichst per Handzeichen. Aber genug zum Thema Religiosität, auch andere Sujets finden auf In This Light And On This Evening ihre musikalische Interpretation.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Die Anonymität der modernen Großstadt ist ansonsten der rote Faden, der das Album durchzieht – kaum verwunderlich, wo doch Ed Lay das einzige Bandmitglied ist, das seiner Heimatstadt Birmingham die Treue hält. Chris Urbanowicz und Russell Leetch hat es inzwischen nach New York getrieben und Tom Smith, stolzer Vater eines Sohnes, hat seine Zelte bis auf weiteres in London aufgeschlagen. Die englische Hauptstadt ist es dann auch, die im ersten Song des Longplayers als „the most beautiful thing I’ve ever seen“ beschrieben wird. Wir erinnern uns: „the sadest thing I’ve ever seen“ waren für Tom im vorangegangen Album noch die „smokers outside the hospital doors“.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Verlassen wir jedoch die finsteren Krankenhausflure und widmen wir uns der nicht minder dunklen Bariton-Stimme des Sängers, das unverwechselbare Erkennungszeichen jedes Editors-Songs. Da mögen unter Einfluss des renommierten Musikproduzenten Mark Ellis alias Flood noch so viele Synthesizer und elektronische Drumpads Einzug in die Musik der Editors gefunden haben – Smiths Pathos-beladene Stimme verleiht selbst dem kühlen, futuristischen und industriell-künstlichen Sound der neuen Platte eine gewisse Menschlichkeit, diesen Hauch von Melodramatik, der immer wieder nur knapp an ausuferndem Kitsch vorbeischliddert.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Diese Stimme macht es überhaupt erst denkbar, dass Tracks wie die großartige Single-Auskopplung Papillon trotz des unüberhörbaren nihilistischen Grundtenors der Platte und einer beachtlichen Überlänge von mehr als fünf Minuten selbst auf der Tanzfläche bestens funktionieren und tieftraurige Songzeilen wie „You will choke, choke on the air you trie to breathe“ von Indie-Clubgästen lauthals mitgegrölt werden, als würde Smith über Banalitäten wie das Wetter in Birmingham singen. Dass man das neue Album also hören kann ohne sich danach unverzüglich von der Tower Bridge zu stürzen, ohne komplett desillusioniert, verzweifelt und beängstigt zurückgelassen zu werden – darin besteht wohl die Kunst, nicht nur der letzten beiden grandiosen Longplayer, sondern auch von In This Light And On This Evening.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Beängstigend wird es dann allerdings doch noch und zwar, wenn man bedenkt, welche Klientel in Zukunft wohl die Stadien der Editors füllen wird: Der Track No sound but the wind findet sich auf dem Soundtrack zum Nachfolger des Vampir-Trash-Teen-Movies Twilight, der in seiner Uninspiriertheit, Schmalzigkeit und Unauthentizität all die Eigenschaften verkörpert, die der Band von bösen Zungen nachgesagt werden und gegen die sie sich seit jeher vehement wehrt. Ob diese Entscheidung dem Image der Editors gut tut, bleibt fraglich. Bleibt zu hoffen, dass das viele Beten zu Gott nicht umsonst war.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-8643815095464631880?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/8643815095464631880/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/editors-die-dritte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/8643815095464631880'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/8643815095464631880'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/editors-die-dritte.html' title='Editors, die Dritte'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-8889260869228667863</id><published>2010-01-18T18:53:00.002+01:00</published><updated>2010-01-18T19:39:49.282+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Editors - In This Light And On This Evening'/><title type='text'>Editors, die Zweite</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;In This Light And On This Evening&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Franz Grosse&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;&lt;strong&gt;Editors- ...und die Laternen scheinen&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Mit keinem konkreten Ziel wandle ich durch die dunklen Gassen einer Stadt, deren Kulisse in einen verschwommenen Nebelschleier gehüllt ist. Ratten wechseln die Straßenseite und Tauben flattern, erschrocken von meinen hallenden Schritten, in Richtung Mond. Keine Sterne, keine Menschen. Ich bin allein und doch umgeben von einer beängstigenden Atmosphäre mit tausend Gesichtern. Langsam öffne ich meine Augen und finde mich mit dem neuen Editors Album In This Light And On This Evening in den Händen auf meinem Wohnzimmersessel wieder. Fuck, denke ich, was ein Trip!&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Der Drittling des Quartetts hat einige Überraschungen in Petto: es soll kein Konzeptalbum sein und dennoch ist ein Gemütswandel in Richtung Elektro deutlich zu erkennen. Die sonst so eingängigen Gitarrenriffs aus Songs wie All Sparks (The Back Room) oder Smokers Outside The Hospital Doors (An End Has a Start) wurden durch repetitive Keyboard- und Synthesizerloops ersetzt. Vielleicht liegt es an den neuen Lebensumständen, denn Bassist Russell Leetch und Gitarrist Chris Urbanowicz sind nach New York gezogen, während Sänger Tom Smith als junger Vater nun mit seiner Kleinfamilie in London lebt. Dem Gründungsort Birmingham ist als Einziger Drummer Edward Lay treu geblieben. Bekanntlich halten Fernbeziehungen solcher Art nicht lange, die Editors jedoch beweisen Zusammenhalt und durchdenken ihre Songs vorerst jeder für sich zu Hause am Computer. Per Mail werden dann Hörbeispiele und neue Ideen weitergeschickt und letztendlich gemeinsam komponiert. Und welche Band kann schon von sich behaupten, ihr Album in einem virtuellen Proberaum geschrieben zu haben? Der elektronische Umschwung allerdings erschwert es uns, von den Editors wie gewohnt mit Größen wie Interpol und gar Joy Division in einem Atemzug zu sprechen. Als Inspirationsquellen geben die vier für dieses Album nämlich u.a. LCD Soundsystem, Talking Heads und Depeche Mode, sowie industrielle Titelmelodien diverser Soundtracks, wie z.B. von Terminator und Blade Runner, an. Eines ist uns jedoch geblieben, nämlich das dunkle, geheimnisvolle Timbre der Stimme von Tom Smith, welches den Facettenreichtum der Band bestimmt. Dieser sagt schließlich: Es ist ein Album, das von dem Fehlen Gottes singt, von zerbrochener Liebe, ein Album, auf dem die dreckige Stadt so nah ist, dass du sie riechen und schmecken kannst, ein Album trunkener Gewalt, ein Album, das all das Vertrauen in die Leute, die unsere Welt regieren, verloren hat.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Die Metharmorphose zum Papillon lässt sich bereits in selbiger ersten Singleauskopplung hören, welche auf Garantie toute la journée im Kopf hängen bleiben wird. Mit 9 Songs erreicht In This Light And On This Evening eine relativ kurze Spielzeit von rund 37 Minuten, welche jedoch mit 5 weiteren Tracks auf der Bonus CD Cuttings II und einem schicken Booklet wett gemacht wird.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-8889260869228667863?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/8889260869228667863/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/editors-die-zweite.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/8889260869228667863'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/8889260869228667863'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/editors-die-zweite.html' title='Editors, die Zweite'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-395158436356797872</id><published>2010-01-18T18:47:00.003+01:00</published><updated>2010-01-18T19:39:49.283+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Editors - In This Light And On This Evening'/><title type='text'>Editors</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;In This Light And On This Evening&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Andrea Lenz&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;&lt;strong&gt;Pathos ist der beste Angriff ist die beste Verteidigung!&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Schon allein deshalb verdient In This Light And On This Evening auf jeden Fall Aufmerksamkeit. Die Editors haben, wie versprochen, Neues gewagt, den Post Punk dominierenden Doppelgitarren Ade gesagt, und sie teilweise durch hymnische Synthflächen ersetzt. Wir spitzen die Ohren und hören so aus den 80ern ein bisschen in die 90er hinein. Wavig ist es geworden, was nicht zuletzt auf den Produzenten Mike Ellis zurück zu führen ist, der bereits Bands wie Soft Cell, Depeche Mode, und Psychic TV produziert hat.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Noch bevor man anfängt, sich über das sphärisch, melancholische Intro des Headsongs In This Light And On This Evening zu wundern, wird einem bereits der Raum genommen, vertrauter Sounds hinterher zu weinen. Der scheinbar ewig andauernde Aufklang entlädt sich plötzlich in einem pathetischen: "Hör mich an, ich leide schöner!" Dieser raffinierte Trick wird, weil's so Spaß macht, noch häufiger angewandt. Trauriger Auftakt, bombastisch wütendes Finale. Und so werden wir denn auch mit For the Money, dem letzten Titel, mit offen stehendem Mund, in die Realität entlassen. Leider wirken die Lyrics der Editors nach wie vor eher abgeschmackt und erinnern an die bekannte Kopie einer Kopie.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;"It kicks like a sleep twitch" ist ein ganz guter Satz. Deshalb wird er zum Refrain des hitverdächtigen, tanzbaren Songs Papillon. Der Rest ist Klischee, Wiederholung und angestrengte Bezugname zu den USA (die Hälfte der Editors lebt inzwischen in NYC). "Love" wird hier genannt, das "darling" soll ihre "guns" noch behalten und "god" wird wiederholt angerufen, weil man sich in einem "prison" befindet, das man verflucht.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Wir befinden uns eben immernoch im Bereich des Pop. Und hier werden solche Kleinigkeiten verziehen.&lt;br /&gt;"In this light and on this evening" erscheint das Album insgesamt erfrischend anders und verdient daher auf jeden Fall mindestens Aufmerksamkeit.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-395158436356797872?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/395158436356797872/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/editors.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/395158436356797872'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/395158436356797872'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/editors.html' title='Editors'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-4127014049069242689</id><published>2010-01-18T18:40:00.006+01:00</published><updated>2010-01-18T19:54:54.337+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bad Lieutenant - Never Cry Another Tear'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><title type='text'>Bad Lieutenant, die Zweite</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Never Cry Another Tear&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Marco We&amp;szlig;nigk&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Weltbewegend ist es nicht, das Debutalbum von Bernard Sumners neuer Band „Bad Lieutenant“. Aber eben auch nicht schlecht. Er macht einfach das, was er gut kann, nämlich absolut eingängige, gradlinige Popsongs schreiben. Das als Namenspate für die Band nun gerade ein durch und durch kontroverser Film von Abel Ferrara herhalten musste, ist aufgrund der offensichtlichen Seichtigkeit des Albums aber doch ein wenig unpassend.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Wie schon 1989 „Electronic“,ein Projekt mit Ex-„The Smiths“-Gitarrist Johnny Marr, so wurde auch „Bad Lieutenant“ nach einem Split von „New Order“ gegründet. Damals war es Erschöpfung, diesmal Streitigkeiten mit Bassist Peter Hook, die zur Trennung führten. Ob es wieder „nur“ eine Auszeit-Band ist, bleibt abzuwarten.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Bei den Aufnahmen wirkten neben Alex James von Blur und Youngster Jake Evans mit Phil Cunningham und Stephen Morris auch wieder zwei Altbekannte aus dem Joy Division/New Order-Kontinuum mit. Wenn Sumner also von einer neuen Band als „neue Versuchsanordnung“ spricht, so ist das wohl nur die halbe Wahrheit.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich fühlt man sich beim Hören der neuen Songs sehr an New Order erinnert. Der Sound wirkt zwar erdiger, entspannter und hat mit New Wave nichts mehr zu tun, aber Bernard Sumners Handschrift ist unverkennbar. Man meint die Melodien alle schon mal gehört zu haben. Aber das Gleiche könnte man ja auch Morrissey vorwerfen, macht man jedoch nicht. Die alten Herren des englischen Pop dürfen das halt einfach und der Erfolg gibt ihnen auch noch Recht. Kontinuität zahlt sich scheinbar aus.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Das Album droht zwar mehrfach –vor allem wenn’s balladesk wird- in eine nervige Belanglosigkeit zu verfallen, entschädigt aber mit außerordentlich gelungenen Stücken. So kann einem „Sink or Swim“ durchaus weitaus länger als gewollt im Ohr hängen bleiben und ist somit nicht ohne Grund die erste Singleauskopplung und „Summer Days on Holiday“ erinnert gar an die frühen Smiths.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Textlich werden jedoch nur Allgemeinplätze wie die Verflossene, alte Zeiten oder Lebensbejahung geboten – „Live is a prescious thing“. Dass das sehr banal daherkommt überrascht bei Sumner einerseits keineswegs, man hofft andererseits immer, dass er ob seines wechselhaften Lebenslaufs doch mal etwas mehr zu erzählen hätte. Aber Lebenserfahrung macht ja nicht zwangsläufig einen Poeten.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Fazit: wer New Order mochte, wird auch mit Bad Lieutenant kein Problem haben. Wer allerdings Popsongs mit Ecken und Kanten mag oder gar wert auf Tiefgang legt, sollte davon lieber die Finger lassen. Und wer die Synthies vermisst, der sollte vielleicht abwarten, was für ein Süppchen Sumner gerade mit "Zoot Woman"-Mastermind Stuart Price köchelt, der nebenbei unter diversen Aliassen auch noch als Remixer und Produzent (z.B. für Madonna) tätig ist.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-4127014049069242689?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/4127014049069242689/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/bad-lieutenant-die-zweite.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/4127014049069242689'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/4127014049069242689'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/bad-lieutenant-die-zweite.html' title='Bad Lieutenant, die Zweite'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-1176245494597437675</id><published>2010-01-18T18:37:00.001+01:00</published><updated>2010-01-18T19:40:46.066+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bad Lieutenant - Never Cry Another Tear'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><title type='text'>Bad Lieutenant</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Never Cry Another Tear&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Maxi Kobold&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Gute 2 Jahre mussten die Fans von Ex-New Order Frontmann Bernard Sumner warten, um endlich das Debütalbum seiner neuen Formation Bad Lieutenant zu Ohren zu bekommen. Bad Lieutenant, das ist nicht nur Bernard Sumner’s Gesang und Gitarre, sondern auch Phil Cunningham, ebenfalls Gitarre, und Jake Evans, auch Gitarre und Gesang. Ganz im Stil der New Order präsentiert sich das Debütalbum der Jungs – oder sagen wir besser der Herren?!&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;„Never Cry Another Tear“ beanspruchte ein ganzes Jahr lang intensiven Songwritings, was an manchen Stellen zu erahnen und teilweise auch zu hören ist. Der Opener des Albums „Sink Or Swim“, gleichzeitig die erste Singleauskopplung, verspricht ein Werk voller klassischem Gitarren–Pop. Ein eingängiger Beat, welcher sich im Laufe des Tracks zunehmend steigert, untermalt mit melancholischem Text - lässt New Order Fans das Herz warm werden. Voller Spannung geht der Hörer in den zweiten Song des Albums „Twist Of Fate“ und sieht sich mit ähnlichen Strukturen konfrontiert – die verzaubernde Stimme von Bernard und dazu ein poppiger Beat mit Gitarren und einem treibenden Schlagzeug. Wie ein roter Faden zieht sich dieser Aufbau durch das gesamte Album „Never Cry Another Tear“, dabei bleibt es allerdings auch. Zu selten fährt Sumner zu alter Größe auf, verirrt sich zu oft in den Gewässern seichter Popmusik – ohne Frage stets stringent und souverän, die Tiefe alter Klassiker vermisst man jedoch zusehends. Textliche Schwächen wie bei „Dynamo“ „... old man living on the street, scaring people off their feet, but he's not starting world war III, he wants to live in harmony“ tun ihr Übriges. Man kann Bad Lieutenant die Längen und Schwächen des Albums nicht wirklich übel nehmen, trägt einen die Stimme Sumners doch oft zurück in die alten New Order Zeiten und summt man beim ein oder anderen Track gedankenverloren mit und sehnt sich nach New Orders Jahrhundertcomeback „Get Ready“. Was bleibt ist das solide Album einer soliden Band. „Never Cry Another Tear“ nimmt den Hörer mit auf eine Herbstreise und wärmt das Gemüt, für einen kalten Winter oder gar ein Frühlingserwachen wird es jedoch nicht reichen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-1176245494597437675?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/1176245494597437675/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/bad-lieutenant.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/1176245494597437675'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/1176245494597437675'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/bad-lieutenant.html' title='Bad Lieutenant'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-8256344714390013</id><published>2010-01-18T18:34:00.004+01:00</published><updated>2010-01-18T19:41:46.965+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Beyond Istanbul Vol. 2 (Compiled by Ipek Ipekçioglu) - Urban Sounds Of Turkey'/><title type='text'>Beyond Istanbul Vol. 2 (Compiled by Ipek Ipekçioglu), die Zweite</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Urban Sounds Of Turkey&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Valentin Peitz&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Nach dem erfolgreichen Erstwerk der türkischstämmigen in Deutschland lebenden DJane Ipek Ipekçioglu, läutet sie nun mit dem Nachfolgewerk »Beyond Istanbul Vol.2 - Urban Sounds Of Turkey« die Glocken für eine weitere Lehrstunde in Sachen erweitertem Verständnis türkischer Musikkultur.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Während das im Jahr 2006 erschienene Erstwerk »Beyond Istanbul - Underground Grooves Of Turkey« wie es der Titel bereits anmerkt eine Reise durch die türkischsprachige Clubmusikkultur darstellt, bietet Ipek Ipekçioglu mit der zweiten, ebenfalls bei dem Trikont-Verlag erschienenen Compilation, dem Hörer nun einen tieferen und breit angelegten Einblick in die Klangkultur der Türkei und verschiedenster türkischer Diasporen.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Das Konzept, welches nun hinter »Beyond Istanbul Vol.2« steht, baut ihrer eigenen Aussage zufolge nicht auf marktökonomischen Überlegungen, sondern verfolgt vielmehr ein sehr persönliches Interesse. So habe sie versucht Songs zusammenzutragen, mit welchen die DJane und Produzentin ganz eigene Erinnerungen und Gefühle in ganz bestimmten Momenten ihres Lebens verbinde.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Herausgekommen ist ein Werk, das eben ein sehr breites und facettenreiches Angebot türkischsprachiger und von der türkischen Musikkultur beeinflusster Musik zum Inhalt hat. Der ein oder andere Hörer wird überrascht sein, was DJ Ipek da an Titeln aus ihrem anatolischen Hut zaubert. So wird auf der einen Seite die hier auf einem Tonträger zusammengetragene Genrepalette von Track zu Track weiter ausgelotet, auf der anderen Seite tüfteln und schleifen die ausgewählten Songs zudem nicht selten selbst fleißig an eingefahrenen Genregrenzen - ein musikalischer Eklektizismus in doppeltem Sinn!&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Schon der erste Track auf »Beyond Istanbul - Urban Sounds OF Turkey« zeigt diese Tendenz deutlich auf. Die türkische Gruppe „Fairuz Derin Bulut“ wartet in dem Titel »Zerk-i Ziyan« mit einer Punk-Reggae-Attitüde in der Art von beispielsweise The Clash auf, gepaart mit türkischen Instrumenten und türkischem Hip-Hop-Gesang des Künstlers „Ceza“. Gefolgt von dem Titel »ILimon ektim Tasa«, ein mitreißendes balkantypisches Bläserstück, unterlegt mit türkischem Gesang, wird zu diesem Zeitpunkt dem im doppelten Sinne auf dieser Compilation vorhandenen Stileklektizismus bereits Rechenschaft abgelegt.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Von Soul, Funk und zeitgenössisch-elektronischer Musik geprägte Titel werden im weiteren Verlauf von DJ Ipek ebenso wenig gemieden, wie auch traditionelle türkische Chanson-Musik.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Neben dem auditiven Erlebnis funktioniert dieses Werk noch auf einer ganz anderen Ebene. So ist der Compilation ein 28 Seiten starkes Booklet zugefügt, in welchem der Rezipient einiges mehr über ausgewählte Titel, Künstler, zu der Compilerin selber und vor allem auch zu dem zeitgenössischen Kulturleben in der Türkei erfährt.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Ein Rundumschlag also, zu dem Ipek Ipekçioglu hier angesetzt hat und der in Hinsicht auf bestimmte ihm immanente sozial-gesellschaftliche Ambitionen gewisse Parallelen zu dem vor einigen Jahren bereits entstanden Filmwerk »Crossing the Bridge« des türkischstämmigen und in Deutschland arbeitenden Regisseurs Fatih Akin aufweist. Ist aber »Crossing the Bridge« ein Werk, welches in der Medienlandschaft leider mehr oder weniger unterging, könnte »Beyond Istanbul Vol.2« den Sprung in den öffentlichen Diskurs schaffen und damit zumindest kleine Anregungen zum Verständnis der türkischen Kultur beitragen. Wir würden uns das uns zu liebe doch sehr wünschen. Das Zeug dazu, so viel kann man bestimmt sagen, hat DJ Ipek’s Compilation alle Mal.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-8256344714390013?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/8256344714390013/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/beyond-istanbul-vol-2-compiled-by-ipek_18.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/8256344714390013'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/8256344714390013'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/beyond-istanbul-vol-2-compiled-by-ipek_18.html' title='Beyond Istanbul Vol. 2 (Compiled by Ipek Ipek&amp;ccedil;ioglu), die Zweite'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-7442514390565275277</id><published>2010-01-18T18:26:00.004+01:00</published><updated>2010-01-18T19:42:18.676+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Beyond Istanbul Vol. 2 (Compiled by Ipek Ipekçioglu) - Urban Sounds Of Turkey'/><title type='text'>Beyond Istanbul Vol. 2 (Compiled by Ipek Ipekçioglu)</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Urban Sounds Of Turkey&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Philip Gann&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Mein erster Gedanke, als ich diese Platte in die Hand bekomme: Orientalisches Gedudel wie in der Shisha-Lounge unten im Haus, na toll!&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Mein zweiter Gedanke, als ich ins Booklet schaue: Ein Sampler mit der Ansage "Von Soul über Hip-Hop und Trip-Hop bis hin zu Balkan-Klängen", "auch Chansons und elektronische Arbeiten"! Was für ein Stilmix – !&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Dritter Gedanke: Immerhin ist das Cover ansprechend gestaltet.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Und dann geht's los. Zunächst mit Balkan-Pop, weiter mit eher ruhigeren, fast schon klassischen Liedern und Chansons, dann PAM! ein Schlag ins Gesicht: türkischer Rap. Ein Schwenk auf die Elektro-Schiene, und schließlich, nach dem alten "wer hat noch nicht wer will nochmal"-Prinzip, Rockiges neben World-Beats, Folk und wieder zurück zum Rap und Rock. Ein unglaublich wilder Genre-Mix, verbunden einzig und allein durch die (meistens) türkische Sprache und die immer wieder durchklingenden Anleihen aus nahöstlichen Melodien und Rhythmen. Die Ansage aus dem Booklet wird definitiv wahrgemacht. Und die Überraschung ist: das Konzept geht auf. Diese CD ist sicherlich keine, die am Stück durchgehört werden wird. Und sie ist nicht zu empfehlen für Leute die sich nicht auf Orient-Klänge einlassen können. Aber: Diese CD verschafft dem interessierten Hörer einen Einblick in die urbane Popmusik (und die damit verbundenen Genre-Vielfalt) des mit uns doch stärker verbundenen vorderasiatischen-osteuropäischen Landes. Dank der famosen Auswahl der Kreuzberger DJane Ipek Ipekcioglu und auch nicht zuletzt den sehr informativen Texten die zu den einzelnen Künstlern beigelegt sind, bekommt man Lust auf mehr, zumindest von einigen Künstlern. Aber die darf sich jeder Hörer selbst aussuchen, je nach Musikgeschmack.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-7442514390565275277?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/7442514390565275277/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/beyond-istanbul-vol-2-compiled-by-ipek.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/7442514390565275277'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/7442514390565275277'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/beyond-istanbul-vol-2-compiled-by-ipek.html' title='Beyond Istanbul Vol. 2 (Compiled by Ipek Ipek&amp;ccedil;ioglu)'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-210046373553012168</id><published>2010-01-16T16:04:00.003+01:00</published><updated>2010-01-18T19:42:42.176+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balkanbeats - A Night In Berlin'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><title type='text'>Balkanbeats, die Vierte</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;A Night in Berlin&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Ulrika Müller&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Wer hier ausschließlich an Männergesang begleitet von Posaunen, Geigen und Akkordeons denkt, wird überrascht sein. Balkan Beats bietet einen bunten Mix aus verschiedensten Musikstilen: zwischen die volkstümlichen Balkanmelodien reihen sich spanische Klänge, russische Berlin-Hommage-Raps und Frauengesang unterlegt mit elektronischen Beats. Die Titel sind durchweg kraftvoll, stimmungsgeladen und absolut tanzbar.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Wie die Musik des Balkanvolkes nach Berlin kam, hat eine lange Geschichte. Der Bosnier Robert Soko floh Anfang der 90er Jahren vor dem Krieg nach Deutschland und begann Musik aus seiner ethischen Heimat aufzulegen. Identitätssuche und Heimaterinnerung trieben viele Jugoslawen zu seinen Partys und bald folgen auch die anderen Hauptstädter: DJ Soko wurden zum nächtlichen Publikumsmagnet. Heute ist Soko Resident DJ im Berliner Lido, aber seine Balkan-Partys ziehen um die Welt: Paris, New York, Budapest und London sind nur einige Städte, die das Balkanbeats-Phänomen live miterlebt haben.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Mit „A night in Berlin“ bringt DJ Soko den dritten Teil seiner Balkanbeats-Reihe heraus. Auf dem Sampler sind bekannte Interpreten wie Shantel, Rotfront und Magnifico ebenso vertreten wie unbekannte Künstler. Die Titel der Compilation sind die Hits seiner Partys, die Songs dementsprechend laut, aufdringlich und überdreht, was in manchen Situationen mehr als unpassend ist.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Die Platte ist für Balkan-Party-Freunde ein Muss – Neulinge sollten jedoch erstmal genau reinhören, bevor eine böse Überraschung droht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-210046373553012168?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/210046373553012168/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/balkanbeats-die-vierte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/210046373553012168'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/210046373553012168'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/balkanbeats-die-vierte.html' title='Balkanbeats, die Vierte'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-3843175503690696250</id><published>2010-01-16T16:01:00.002+01:00</published><updated>2010-01-18T19:44:37.699+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balkanbeats - A Night In Berlin'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><title type='text'>Balkanbeats, die Dritte</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;A Night in Berlin&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Victoria Köhring&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Sampler sind schon was Tolles. Musikalisch, thematisch ähnlich und trotzdem vielfältig. Perfekt, um neue Musiker für sich zu entdecken. Im Prinzip, wie ein Festival....im Wohnzimmer. Oder 13qm Mehrzweckraum...was der Geldbeutel eben hergibt.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Das Besondere an Balkanbeats ist, dass man nicht nur über neue Lieblingskünstler stolpern und die sich dann live anschauen/ein Album beschaffen kann. Je nach Belieben kann man sogar das ganze mitreißende-Melodien-Paket an einem Abend haben. Jeden 2. Samstag im Monat, wenn DJ Robert Soko im Lido auflegt, kann sich der tanzwütige Berliner ausleben. Die Partys haben mittlerweile Kultstatus, auch außerhalb der deutschen Haupstadt.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Bestätigt vom Erfolg ist Ende Oktober die mittlerweile 4. Compilation „A Night in Berlin“ erschienen. Wer die Vorgänger kennt, wird auf der neuen Scheibe einige Bekannte wieder-“hören“. Magnifico, Äl Jawala und Shantel bspw. sind erneut am Start. Letzterer sogar 2 Mal...mit der Amsterdam Klezmer Band und mit einem Remix seines bereits erschienenen Tracks „Disco Partizani“.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Aber auch neue Gesänge tummeln sich in den unterschiedlichsten Sprachen und vom musikalischn Stil her durchaus vielfältig. Wenn man die CD bei einer Schüssel Salat genießt, tun sich unwillkürlich Parallelen auf. Da vermischen sich Gurke, Radiesschen, Eisbergsalat, Mais und deutscher Käse (nach griechischer Art) und verbinden sich durch Pflanzenöl zu einer durchaus leckeren Geschmackskomposition (wobei sich über Geschmack natürlich streiten lässt). Ähnlich das Gericht, welches Robert Soko uns hier zubereitet. Viele unbekanntere Künstler sind dabei, deren Musik begeistert, tanzbar und irgendwie erfrischend ist, die man im Alleingang aber eher nicht gefunden hätte, weil sie sich links und rechts von dem bewegen, was groß gehypt wird und damit in die Ohren einer breiteren Masse gelangt. Robert Soko findet diese Musiker, in welcher hinteren Ecke Europas sie auch immer stecken mögen und serviert uns zum 4. Mal ein besonderes Menü an Klängen.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Guten Appetit!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-3843175503690696250?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/3843175503690696250/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/balkanbeats-die-dritte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/3843175503690696250'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/3843175503690696250'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/balkanbeats-die-dritte.html' title='Balkanbeats, die Dritte'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-6430820799713611178</id><published>2010-01-16T15:59:00.002+01:00</published><updated>2010-01-18T19:44:37.700+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balkanbeats - A Night In Berlin'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><title type='text'>Balkanbeats, die Zweite</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;A Night in Berlin&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Sophia Lara Skuratowicz&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Balkanbeats, ruft bei jedem wohl ein ganz bestimmtes Bild in den Kopf und wie sollte es auch anders sein eine Melodie. Bei mir ist es unumstreitbar Dj Shantel, der 2007 durch die Straßen von Rumänien rannte und sein Disko Disko Partizani auf die Welt los lies.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Interessant ist auch wo dieser Trend und auch der Begriff BalkanBeats herkommen: nicht etwa aus Rumänien sondern direkt aus unserer schönen Hauptstadt Berlin. Der Erfinder ist ein Robert Soko der sich 1990 in Berlin niederließ und 1993 seine erste Party startete, die sich dann als BalkanBeats bekannt machte.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Mit dieser Melodie im Kopf schiebe ich die CD in meine Anlage und höre mir den ersten Track evo me narode des von Piranha zusammen gestellten Samplers an. Es beginnt mit einem mechanisch klingenden Beat, Trompeten und Gesang. Nicht weiter verwunderlich, wären da nicht immer wieder die Verzerrungen und an Science-Fiction erinnernde Töne. Etwas irritiert höre ich in den zweiten Track rein um dann in eine beruhigend bekannte Stimmung zu verfallen. Mein Körper will zu dem schnellen Rhythmus gleich los hüpfen und auch die vertrauten Blasinstrumente im Stakkato erfreuen meine Sinne. Der Sänger schreit dazu noch ein halb verzweifelt, halb belustigtes Maruschka. Ja das ist was ich mir unter BalkanBeats vorgestellt habe.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Der Nebentitel des Samplers lautet A Night in Berlin, daher wundert es nicht, dass B-Styl erst mal mit deutschen Text beginnt und auch im Refrain die Hauptstadt zitiert. Und siehe da auch Disko Partizani ist zum Ende des Samplers hin vertreten, in einem etwas anderen Remix mit Verzerrungen ähnlich dem ersten Lied. Hört man weiter erlebt man wie bei den beiden ersten Liedern Überraschungen und „altbekanntes“ in einer abwechslungsreichen Mischung. Was mich zu Beginn noch verstört beginnt nun zu gefallen. Ja grade diese Mischung und die bewusste Reihenfolge der Lieder sagen zu. Ich komme sogar in den Genuss diversen Gesangssprachen zu lauschen und einigen qualitativ hochwertige Instrumentalsolos.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;So gesehen ist „BalkanBeats – A Night in Berlin“ ein echtes Potpourri von 15 Tracks mit Insgesamt 57 Minuten „balkanische Beats“. Bekanntes mit neuem weckt die Lust zum Tanzen, Singen und lässt den einen oder anderen an die Heimat denken. Nur der Remix von Dj Shantel und das erste Werk auf dem Sampler passen meiner Meinung nicht ganz ins Konzept. Sie wirken verstörend mit ihren technisch-Science Fiction Geräuschen. Und das evo me narode an erster Stelle ist auch irritierend da dies der erste Eindruck ist und sowie diese Version von Disko Partizani nicht ganz ins Gesamtbild des sonst so gut strukturierten Samplers passt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-6430820799713611178?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/6430820799713611178/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/balkanbeats-die-zweite.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/6430820799713611178'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/6430820799713611178'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/balkanbeats-die-zweite.html' title='Balkanbeats, die Zweite'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-6374917969367818897</id><published>2010-01-16T15:55:00.003+01:00</published><updated>2010-01-18T19:44:37.700+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balkanbeats - A Night In Berlin'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><title type='text'>Balkanbeats</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;A Night in Berlin&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Viktoria De&amp;szlig;auer&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Was haben Döner, Currywurst und Balkanbeats gemeinsam? Sie sind Berliner Erfindungen.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Vereinigt die Völker und lasst sie tanzen! Seit Jahren sind die Balkanbeats-Partys der Renner. Was mit einer Party in der Untergrundszene in Berlin Kreuzberg anfing, hat inzwischen Kultstatus erlangt und sich weltweit verbreitet. Der Vater der Balkanbeats, DJ Robert Soko legt nicht mehr nur in Berlin auf. Auch in Paris, London, Budapest und manchmal sogar in Brasilien lässt er die Tanzböden zu seinen Balkanbeats beben.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Nach einem Jahr hat Robert Soko wieder eine neue Compilation aus dem Ärmel gezogen. Auf die CD´s Balkan Beats Vol I, II und III, folgt nun das neue Album, mit einem etwas kreativeren Titel: „A night in Berlin“. Vielleicht sollte die CD lieber den Namen „One night in Berlin“ tragen, denn beim Hören der Platte finden wir uns in eine Clubnacht mit Robert Soko versetzt. Der Boden bebt unter der tanzenden Meute, die ihre Hüften bewegen zum Balkancocktail mit Gypsy Brass, Yugo Punk, Balkan Ska und einem Schuss Elektro.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Der neue Sampler liefert uns, wie auch schon die anderen davor einen Knaller nach dem anderen. Mit einem eingängigen Bläser-ElektroBeat-Ensemble beginnt der erste Song von Magnifico „Evo Me Narode“. Mit Rotfront haben wir „zwei Berliner Emigrantskis“, die uns gleich in mehreren Sprachen und einem Mix von Klezmer und Ska von Berlin vorschwärmen. Shantel präsentiert uns eine leicht abgeänderte Version seines Hits „Disko Partizani“. Abgerundet werden die 15 Songs mit der Kolo Novo Movie Band, die uns eine gelungene Mischung osteuropäischer und afrikanischer Musik zeigen.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Mit „A night in Berlin“ beweist uns Robert Soko wieder einmal, wie man mit dem Mix von Osteuropa-Folklore und Elektro die Menschen in ganz Europa zum Tanzen bringt. Besser als auf der CD ist dieser Sound nur noch auf der Tanzfläche!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-6374917969367818897?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/6374917969367818897/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/balkanbeats.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/6374917969367818897'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/6374917969367818897'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/balkanbeats.html' title='Balkanbeats'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-629412218490708818</id><published>2010-01-16T15:42:00.008+01:00</published><updated>2010-01-18T19:45:13.312+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Le Pop 5 - Les Chansons De La Nouvelle Scène Francaise'/><title type='text'>Le Pop 5 , die zweite</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Les Chansons De La Nouvelle Scène Francaise&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Alicja Mastalerz&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Le Pop 5 – ein weiterer Sampler aus der französischen „Néo Chansons“ Reihe, produziert von den Kölnern Oliver Fröschke und Rolf Witteler, erscheint am 20. 11. Sie sollte jetzt schon auf der Wunschliste eines jeden, der wieder mal eine wunderschöne, lockere Various Artist Compilation zu hören bekommen will, vermerkt sein.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Für Liebhaber der Fiftees und Édith Piaf, aber auch für Kinder des heutigen New Pop, New Wave, New Funk; sie alle kommen während der Genrereise der neuen französischen Singschule durch Jazz, Swing, Ambient, Electro oder wahlweise auch Synthpop, auf ihre Kosten.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Mit seinen 16 Tracks erreicht „Le Pop“ beim Hörer nahezu alle Gefühlsebenen und ist der perfekte Begleiter für einen wunderbaren Abend zu zweit am Kamin oder mit Freunden, Bier und Zigaretten. Zunächst eindeutig zum Tanz animiert durch die Latino - Klänge von „Olive et moi“ und „Chat“, verfällt man in eine wunderbar sanfte Glückseeligkeit, wenn „Dominque A“ anfängt vom Ende der Welt zu singen. Durch das rhythmische Fahrradlied von „Eddy (La) Gooyatsh“ fühlt man sich ungewollt in die Gassen von Paris katapultiert. „Naim Amors“ und „Vincent Delerms“ Zeilen sind tiefgründig, sinnlich und romantisch. Nostalgie und lang vergessene Erinnerungen werden durch sie hervorgerufen.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Zur Mitte der Platte hin kann die Musikauswahl einem monoton und vielleicht etwas melancholisch vorkommen, doch spätestens Mia von „Holden“ bricht die wehmütige Atmosphäre und schafft es, dass selbst der unmusikalischste Hörer bei diesen Beats mit summt. Würde da nicht das wunderbare Allez von „Mathieu Boogaerts“ folgen – könnte man „Holdens“ eingängiges Ah-Ah-Ah-Ah-Ah ewig im Kopf behalten; doch Mathieu‘s Aufforderung an alle irgendwo hinzugehen ist mindestens ebenso ohrwurmtauglich. Beide Lieder sollten definitiv zu den besten Songs dieser Compilation gezählt werden. Am Anfang von „Mickey 3D“s Song kommen dann die eindeutig die elektronischen Einflüsse zutage. Manchmal scheint es fast, als seien Casiotone und Synthesizer genau das, was dem neuartigen französischen Chanson bis jetzt gefehlt hat. Der Abschluss mit der schon bekannteren Band „Cœur de Pirate“ erinnert einen nochmal daran, dass man es hier mit waschechter „Nouvelle Scéne“ Musik aus unserem Nachbarland zu tun hat. Dieser letzte zarte Track entlässt einen mit einem angenehmen Gefühl aus der französischen Popplatte.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Im Großen und Ganzen gibt diese Disc einem das Gefühl in einem Moment glücklich sein zu können und mit einem lachenden Gesicht durch die Straßen zu laufen, um dann im Nächsten in der Bahn am Fenster zu sitzen und über Gott und die Welt zu grübeln.&lt;br /&gt;Man kann die Lieder als Gesamtheit hören, da sie gefühlsmäßig gut aufeinander abgestimmt sind.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Eine Fortsetzung der Sampler Reihe die sich hören und sehen lassen kann, mit Künstlern, die auch schon teilweise von Anfang an, an den vorigen Veröffentlichungen beteiligt waren und einen erheblichen künstlerischen Teil zum Endprodukt beitragen.&lt;br /&gt;Ein quasi perfekter MischMasch aus musikalischen Formen und Gattungen, ohne dabei die Wurzeln des französischen Pop und Chansons zu vergessen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-629412218490708818?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/629412218490708818/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/les-chansons-de-la-nouvelle-scene.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/629412218490708818'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/629412218490708818'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/les-chansons-de-la-nouvelle-scene.html' title='Le Pop 5 , die zweite'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-10050845853587983</id><published>2010-01-16T14:14:00.009+01:00</published><updated>2010-01-18T19:45:27.951+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Le Pop 5 - Les Chansons De La Nouvelle Scène Francaise'/><title type='text'>Le Pop 5</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span class="subtitle"&gt;Les Chansons De La Nouvelle Scène Francaise&lt;/span&gt;&lt;br&gt;von Nele Luise Fritzsche&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="content"&gt;Le Pop 5, der Name der neuesten Compilation aus der Hand der Kölner Djs Oliver Fröschke und Rolf Witteler erinnert an eine private Zusammenstellung von Lieblingsliedern aus der französischen Popmusiklandschaft. Ein bisschen ist das auch so. Die Produzenten des inzwischen bekannter gewordenen Indie Labels Le Pop Musik begannen im Jahr 2002 die Avantgarde der Nouvelle Scène Française auf einem Sampler mit dem unscheinbaren Namen Le Pop zu veröffentlichen.&lt;span class="fullpost"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Le Pop 5 bekommen wir die nunmehr sechste Veröffentlichung von Le Pop Musik zu hören. Aus dem kleinen Projekt wurde schnell die Vorstellung der Crème de la Crème der aktuellen französische Popmusik, sei es in der langjährigen Zusammenarbeit mit Dominique A oder mit der ständigen Neuentdeckung von französisch gesungenem Pop.&lt;br /&gt;Uns erwarten keine Bohème Klischees, sondern eine gelungen liebevolle Zusammenstellung von Musik, die im Ohr bleibt. Mélanie Pain &amp;amp; Julien Doré gelingt es in ihrem Song "Helsinki" der ruhigen leichten Art der Songwriter gerecht zu werden. Die sanfte Melodie, getragen von einer Liedgitarre im Zusammenspiel mit der Stimme, trägt uns weit fort, überlässt uns unseren eigenen Gedanken, ohne dabei an Aussagekraft zu verlieren.&lt;br /&gt;Ebensfalls berührend sind Songs wie La Plage, der mit dem dramatischen Klavier die eindringliche Stimme tragend, an Klassiker wie "Ne me quitte pas" von Jaques Brel erinnern und so dem Namen "Le Pop" nocheinmal eine Note weg vom Mottoalbum hin zur Compilation von musikalischer Substanz geben.&lt;br /&gt;Aber nicht nur schwärmerische Motti wurden von Witteler und Fröschke ausgewählt, genauso huldigem sie mit dem Song "Mia" von Holden, der mit Sythezizern und eigenwilligen Vocals, ähnlich provokant, wenn auch nicht so ausgeprägt wie die der April March, Strömungen wie der des so großer Beliebtheit genießenden French Electros. Die lebenslustige Bassline und die digitalen Sounds bieten ein so ganz anderes Hörerlebnis und eröffnen einen neuen Blickwinkel in die Vielfalt des aktuellen französischen Musikgeschehens.&lt;br /&gt;Und es ist eben diese Vielfalt, die einen immer wieder überrascht, die dafür sorgt, dass man nocheinmal genauer hinhört und das Album nicht in der Ecke der Hintergrundmusik verschwinden lässt. Le Pop 5 ist geprägt von Musik voller Rhythmus, die einen vor französischer Leidenschaft und Lebenslust zum Tanzen bringt, ob nun froh oder melancholisch gestimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gefühl, dass das neue Le Pop Album kaum wie eine Compilation wirkt, sondern die Songs gekonnt ineinander verschmelzen, ist wohl den DJ Wurzeln der Labelchefs zu verdanken. Man durchlebt den Wandel von luftigen, fast zu süßen Klaviermelodien in "Harmony" von Chat zu nostalgischen Akkordeonthemen in "La peau du Lait" von Marianne Dissard, beinahe ohne es zu merken und beginnt, davon zu träumen auch einmal in den Füllen der versteckten Pariser Plattenläden nach mehr französischer Popmusik zu stöbern – die Künstler von Le Pop 5 bleiben ganz sicher im Kopf - man weiß also, wonach man suchen muss.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-10050845853587983?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/10050845853587983/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/le-pop-5-les-chansons-de-la-nouvelle.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/10050845853587983'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/10050845853587983'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2010/01/le-pop-5-les-chansons-de-la-nouvelle.html' title='Le Pop 5'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-2897588421419209752</id><published>2009-12-03T14:27:00.007+01:00</published><updated>2010-01-16T16:59:27.499+01:00</updated><title type='text'>...und los geht's</title><content type='html'>&lt;p class="content"&gt;Irgendwo muss man ja anfangen. Und nun ist es soweit:&lt;br /&gt;[...in&lt;span style="color: #cb2026; "&gt;pop&lt;/span&gt;nito] geht mit den ersten Platten-Rezensionen online. Querbeet durch den Gemüsegarten des Pop.&lt;br /&gt;Viel Freude beim Lesen.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-2897588421419209752?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/2897588421419209752/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2009/12/und-los-gehts.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/2897588421419209752'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/2897588421419209752'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2009/12/und-los-gehts.html' title='...und los geht&apos;s'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5978832224454687264.post-7228648573456043230</id><published>2009-12-02T14:02:00.001+01:00</published><updated>2010-01-16T15:41:10.285+01:00</updated><title type='text'>Über uns</title><content type='html'>Popmusik ist ein breites Feld, von ruhigen Singer/Songwritern wie Fiona Apple über Rock mit Franz Ferdinand, Hip-Hopvertreter wie Jay-Z bis hin zu Shakirah, Beyoncé &amp; Co. und Deutschpop à la Ich+Ich.&lt;br /&gt;Wie viele Menschen sich wohl damit beschäftigen dieses Genre zu kategorisieren, zu beschreiben, zu kritisieren? Mit [...in&lt;font color="#CC2127"&gt;pop&lt;/font&gt;nito] wird nun ein neues Online-Magazin geboren, dass sich mitten in den Dschungel des Popmusikjournalismus begibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fullpost"&gt;Unser junges, munteres Team von [...in&lt;font color="#CC2127"&gt;pop&lt;/font&gt;nito], bestehend aus Studierenden der Musik-, Medien-, Kulturwissensschaften und aktiven Musikern, wird das Neuste des aktuellen Popgeschehens ausfindig machen und in regelmäßig erscheinenden Rezensionen und Artikeln kommentieren.&lt;br /&gt;Dabei werden wir uns an den verschiedenen üblichen Schreibstilen des Musikjournalismus versuchen, um uns auf dem Wege zum professionellen Schreiben an der Praxis auszuprobieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spaß beim Verfolgen von [...in&lt;font color="#CC2127"&gt;pop&lt;/font&gt;nito]!&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5978832224454687264-7228648573456043230?l=inpopnito.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://inpopnito.blogspot.com/feeds/7228648573456043230/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2009/12/uber-uns.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/7228648573456043230'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5978832224454687264/posts/default/7228648573456043230'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://inpopnito.blogspot.com/2009/12/uber-uns.html' title='Über uns'/><author><name>inpopnito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08606083946320056226</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='4' src='http://2.bp.blogspot.com/_cziW67drgh4/S1G2k8SfSPI/AAAAAAAAABQ/fhtMGUTjsXQ/S220/banner_entwurf_darkred.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
